Automatisierung

Lumeso: Österreichische KI-Lösung für die Flachglasbranche

12.01.2026

Das junge Wiener Unternehmen Lumeso sorgt mit seiner KI-basierten Software für Prozessautomatisierung und optimierte Lieferzeiten in der Glasproduktion.

Die europäische Glasindustrie arbeitet mit hohen Klima- und Qualitätszielen und muss gleichzeitig dem globalen Wettbewerb trotzen. Wie das funktionieren kann, zeigt das junge Unternehmen Lumeso aus Wien und stärkt europäische Hersteller dort, wo sich schnell Wirkung erzielen lässt – in der Prozessoptimierung: Die KI-basierte Software des Startups minimiert die Zeit von der Auftragsannahme bis zur Lieferung und ist inzwischen erfolgreich bei einigen großen Glasherstellern im Einsatz, zum Beispiel bei Olympic Glass (UK).
Georg Katzlinger-Söllradl, CEO Lumeso, erläutert: „‚Billigproduktion‘ werden wir in Zentraleuropa nicht hinbekommen, das können Hersteller aus Ländern mit geringeren Arbeitskosten, minimalen Umweltstandards und niedrigen Energiepreisen besser. Was Glasverarbeiter in Europa aber definitiv besser können, ist Kundennähe, Individualität und Geschwindigkeit. Nachdem viele Hersteller bereits ihre Produktion automatisiert haben, wird nun die Automatisierung vorgelagerter Vertriebsprozesse zur wichtigsten Stellschraube.“

Wettbewerbsvorteil Automatisierung

Viele Hersteller aus der europäischen Glasbranche haben in den vergangenen Jahren in die Automatisierung von Produktionsabläufen investiert. Die Herausforderungen – und Chancen – verschieben sich nun in vorgelagerte Prozesse, wie die Angebotslegung, Auftragserfassung, technische Klärung und Arbeitsvorbereitung. „Das Kernthema lautet ‚Time to production‘“, erläutert Katzlinger-Söllradl. „Das Ziel europäischer Hersteller muss sein, bei der Zeit vom Erstkontakt bis zur Lieferankunft einen klaren Vorteil zu bieten – das Angebot in Minuten, die Bestellbestätigung in Minuten, die Lieferung in kürzester Zeit“. Die KI-basierte Lösung von Lumeso automatisiert darum manuelle Prozesse im Vertriebsinnendienst, die bis dato meist noch händisch erfolgen. Insbesondere der Auftragsdatenaustausch wird stark vereinfacht und so die Produktivität im Backoffice erhöht.

Zufriedener Kunde

Einer der Lumeso-Kunden der ersten Stunde ist Olympic Glass. Adam Roda, Operations Director des britischen Glasherstellers berichtet: „Die KI-basierte Lösung von Lumeso bringt gezielt Automatisierung in unser Backoffice, liest Anfragen aus E-Mails und PDFs, verknüpft Artikel mit unseren Stammdaten und bringt so geprüfte Datensätze ins ERP. Wir sehen hier die große Chance, Bearbeitungszeiten von der Anfrage bis zum Produktionsbeginn erheblich zu reduzieren, und so das Kundenerlebnis drastisch zu verbessern. Der Support und die Reaktionszeiten von Lumeso waren bisher außergewöhnlich, sodass die Performance der Software nach frühem Feinschliff jetzt schon stabil ist.“
Dass die Implementation so gut funktioniert hat, freut auch Katzlinger-Söllradl: „Wir trafen hier auf wenig Berührungsängste mit neuen Technologien und das Produktportfolio passte ideal zu unserem aktuellen Lösungsumfang – Iso-Aufbauten. Zudem waren die Stammdaten gut aufbereitet und so konnte unsere KI schnell lernen“. Olympic Glass hat bereits die Weiterentwicklung (Lumeso 2.0) in Verwendung, die einen mehrstufigen Prozess statt auf drei Screens auf einem Screen dargestellt und in der Handhabung noch nutzerfreundlicher ist. Gleiche Produktaufbauten können zudem einfacher auf mehrere Auftragspositionen vergeben werden und abweichende Lieferadressen werden erkannt.

KI einfach erklärt: Was LLMs leisten

Künstliche Intelligenz, und als Teildisziplin „Large Language Models“ (LLMs), haben sich in kurzer Zeit als eine wesentliche Lösungskomponente zur Automatisierung von Prozessen etabliert – insbesondere im Zusammenhang mit unstrukturierten Daten. LLMs agieren dabei als intelligente „Lese- und Verstehprogramme“, die E-Mails, PDFs, Tabellen oder Zeichnungen entgegennehmen, wichtige Angaben wie Maße, Varianten und Mengen erkennen, Inhalte zusammenfassen und Vorschläge für Angebote und Aufträge erstellen. Der Unterschied zur klassischen, regelbasierten Software: Sie kommen auch mit unstrukturierten Unterlagen zurecht. Mitarbeiter können sich auf den letzten Check fokussieren, während die KI die zeitaufwendigen Vorbereitungsaufgaben übernimmt. So kommen Aufträge besser geprüft und oft in Minuten statt Tagen ins System – und die Time to production sinkt.

Nähere Informationen erhält man unter www.lumeso.com oder direkt per E-Mail an georg.katzlinger-soellradl@lumeso.com.
(bt)