Sanierungsoffensive 2026

Sonnenschutz bei Fenstertausch förderfähig

Mit der Sanierungsoffensive 2026 setzt die Bundesregierung wichtige Impulse für die thermische Gebäudesanierung. Außenliegende Sonnenschutzsysteme sind beim Fenstertausch förderfähig – und leisten einen wesentlichen Beitrag zu Energieeffizienz, Sommertauglichkeit und Nutzerkomfort.

Der Bundesverband Sonnenschutztechnik (BVST) begrüßt die Sanierungsoffensive 2026 als zentralen Baustein zur Erneuerung des österreichischen Gebäudebestands. Die Mitförderung von Sonnenschutzsystemen in Kombination mit dem Fenstertausch eröffnet Planer*innen, Bauherr*innen und Verarbeiter*innen die Möglichkeit, Sanierungen systemisch zu denken. Außenliegender Sonnenschutz ist dabei nicht nur ein wirksamer Hitzeschutz, sondern integraler Bestandteil eines energieeffizienten Gesamtkonzepts.

BVST engagiert sich in nationaler Sanierungsstrategie

Um die Weiterentwicklung der nationalen Sanierungsstrategie aktiv mitzugestalten, ist der BVST der Initiative Renowave.at beigetreten. Das Innovationslabor vernetzt Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand – darunter die Austrian Energy Agency, TU Wien, Universität Innsbruck, FFG sowie zahlreiche Branchenvertretungen. Ziel ist die Entwicklung technischer und organisatorischer Lösungen für klimaneutrale Gebäude- und Quartierssanierungen im Sinne der Open-Innovation-Strategie.
Mit dem ersten Sanierungsgipfel im Mai 2025 wurde ein strukturierter Dialog zwischen Branche, Forschung und Politik initiiert. Die seither erarbeiteten Inhalte und Strategien sollen bis zum nächsten Gipfel 2026 weiter vertieft und gezielt in politische Entscheidungsprozesse eingebracht werden.

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Sonnenschutz als Bestandteil des Gebäudesystems

„Der Neubau stagniert – der Fokus liegt klar auf dem Bestand“, betont Fuad Salic, Sprecher des BVST. „Erfolgreiche Sanierung bedeutet, das Gebäude als Gesamtsystem zu betrachten.“ Aus architektonischer und praktischer Erfahrung sei klar: Energieeffizienz, Wohnkomfort und ganzjährige Nutzungsqualität lassen sich nur im Zusammenspiel aller Bauteile erreichen.

Förderfähigkeit beim Fenstertausch gezielt nutzen

Auch wenn Sonnenschutzsysteme in Förderunterlagen nicht immer explizit genannt werden, sind sie in Verbindung mit dem Fenstertausch förderfähig. Für Eigentümer*innen, Planer*innen und Verarbeiter*innen ergibt sich daraus die Chance, Maßnahmen von Beginn an ganzheitlich und zukunftssicher zu konzipieren.
Moderne Systeme wie Raffstores, textile Screens, Fenstermarkisen oder Rollläden reduzieren im Sommer den Kühlbedarf erheblich, indem sie einen Großteil der solaren Einstrahlung bereits vor der Verglasung abhalten. In der Heizperiode unterstützen sie die Wärmedämmung und verbessern die Gesamtenergiebilanz – insbesondere in Kombination mit hochwertigen Fenstersystemen.

Sommertauglichkeit rückt in den Fokus

Auch die klimaaktiv-Bewertung trägt dieser Entwicklung Rechnung: Die Sommertauglichkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neben dem sommerlichen Wärmeschutz fließen Aspekte wie Tageslichtversorgung, Raumluftqualität und qualitätssichernde Messungen in die Bewertung ein. Sonnenschutzsysteme werden damit als wesentlicher Faktor für Komfort, Gesundheit und Nachhaltigkeit anerkannt.

Österreichische Qualität für nachhaltige Lösungen

Die Mitgliedsbetriebe des BVST stehen für technisch ausgereifte Produkte, langlebige Konstruktionen und fachgerechte Montage. Intelligente Steuerungen ermöglichen eine automatische Anpassung an Wetter und Tageszeit und tragen zu maximalem Komfort bei minimalem Energieeinsatz bei.
„Thermischer Komfort ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für klimagerechtes Bauen und Sanieren“, so Salic. Außenliegender Sonnenschutz fungiere zunehmend als passive Klimatisierung – ohne zusätzlichen Stromverbrauch. Neben dem Schutz vor Überhitzung leistet er auch einen Beitrag zum Werterhalt der Immobilie.

Fazit: Förderung strategisch kombinieren

Die Sanierungsoffensive 2026 bietet einen geeigneten Rahmen, um Fenstertausch und professionellen Sonnenschutz gemeinsam umzusetzen. Wer diese Kombination nutzt, schafft nicht nur bessere Energiekennzahlen, sondern langfristig nutzerfreundliche und resiliente Gebäude.
(bt)

Redaktion Handwerk + Bau

Die Redaktion von Handwerk und Bau vereint erfahrene Journalist:innen und Expert:innen aus der Bau- und Handwerksbranche. Mit fundiertem Fachwissen und einem Gespür für aktuelle Trends informieren wir Sie über Neuheiten, innovative Technologien und bewährte Techniken. Unser Ziel ist es, Sie mit praxisnahen Tipps und tiefgehenden Analysen bei Ihren Projekten zu unterstützen.