50 Jahre Berufsschule Wels 2

Berufsschule
19.12.2013

Von: Redaktion Glas

Am 21. Oktober feierte die Berufsschule Wels 2 mit vielen Festgästen ein rundes Jubiläum. Ein Blick zurück in die Geschichte und ein Einblick in moderne Unterrichtsgestaltung.

Begonnen hat alles am 29. November 1874, da wurde die Handels- und Gewerbefortbildungsschule als Vorgängerin der BS Wels 2 eröffnet. Im Jahr 1953 wurde mit einem Berufsschulneubau in der ehemaligen Linzer Gasse 64-68 begonnen und im Frühjahr 1956 konnte der Neubau schließlich bezogen werden. Dort wurden unter gemeinsamer Leitung die Berufsschule I für Lehrberufe Metallgewerbe und die Berufsschule II für gewerbliche Lehrberufe untergebracht. 1961 erfolgte die Teilung der bisherigen Gewerblichen Berufsschule in Wels in zwei eigene Berufsschulen mit der Bezeichnung Gewerbliche Berufsschule I und Gewerb-liche Berufsschule II.

Umzug nach Wels.
Die GlasbautechnikerInnen sind schließlich im Schuljahr 2001/02 von Linz nach Wels umgezogen und haben sich in der Berufsschule Wels 2 sehr gut eingelebt. Durch die Adaptierung einer Mehrzweckhalle und eines gläsernen Zubaus wurde der akute Platzmangel der in der Berufsschule Linz 9 geherrscht hatte, behoben, und die Glaser bekamen standesgemäße, moderne Räumlichkeiten, in denen die vielfältigen Anforderungen an den Beruf optimal unterrichtet werden können. Laufende Neuanschaffungen von Maschinen und Unterrichtsmaterial ermöglichen eine ausgewogene und zeitgemäße Ausbildung. Heuer kam etwa eine Montagewand mit verschiedenen Fassadensystemen dazu, um dem konstruktiven Aspekt der Ausbildung gerecht zu werden.

Bunte Mischung.
Heute werden in der Berufsschule Wels 2 unterschiedliche Lehrberufe ausgebildet: Bautechnische ZeichnerIn, Friseur- und PerückenmacherIn, GlasbautechnikerIn, VerfahrenstechnikerIn für Getreidewirtschaft und VermessungstechnikerIn. Insgesamt wurden im Schuljahr 2012/13 ca. 700 Schüler und Schülernnen unterrichtet. Diese bunte Mischung erscheint auf den ersten Blick unvereinbar, ergänzt sich aber in der Praxis hervorragend. Das wurde auch beim Festakt der 50-Jahr-Feier deutlich, wo sich die Berufe eindrucksvoll präsentierten. Unter anderem hat die erste Klasse der GlasbautechnikerInnen im Werkstättenunterricht Glasmasken hergestellt, die die Friseur- und PerückenmacherInnen mit fantasievollen Frisuren und Make-Up vorführten.

Glasbautechniker überall präsent.
Die Glasbautechiker-Lehrlinge haben im ganzen Schulgebäude ihre sichtbaren Spuren hinterlassen und so der Schule ihr individuelles Erscheinungsbild gegeben. Sei es durch Bleiverglasungen und Fusingarbeiten, die Bildergalerie im Stiegenhaus und die im Gang montierten Glas-Infotafeln – auf Schritt und Tritt erkennt man das handwerkliche Talent, die Vielfalt und die Kreativität des Berufs. Doch nicht nur auffällige Spuren werden hinterlassen, auch alle anfallenden Glaserarbeiten werden von den Lehrlingen und Fachlehrerinnen prompt und fachgerecht erledigt – sei es eine versehentlich eingeschossene Isolierglasscheibe, Bildereinrahmungen oder Geschenke aus Glas.

Langjährige Partnerschaft.
Ein Geburtstagskind bekommt netterweise auch Geschenke. Die oberösterreichische Glaserinnung hat sich mit einem lang ersehnten und sehr brauchbaren Geschenk eingestellt – einem Glaserbock. Dieser wird uns auch dann noch erfreuen, wenn der Alltag eingekehrt ist und sich das Rad der Zeit weiterdreht.
Ich möchte diesen Anlass auch dazu nutzen, der Innung meinen aufrichtigen Dank auszusprechen. Es ist immer wieder schön zu wissen, dass unsere Arbeit geschätzt wird, und wir freuen uns, mit der Innung und den Lehrbetrieben kompetente Partner zu haben, die mit uns die Aufgabe bewältigen, unseren schönen Beruf den Jugendlichen zu vermitteln. Johanna Schweiger, BEd

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