Meisterstück: Klare Linie

Michael Prader hat als Meisterstück ein Wein-Präsentationsmöbel namens „The Wine Line“ entworfen – der Name ist dabei auch Gestaltungskonzept. 

09.06.2020
Meisterstück
© Florian Lierzer

Wein-Präsentationsmöbel "The Wine Line" von Michael Prader

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Hochwertiges Handwerk, Design und Zeitlosigkeit – das waren die Grundsätze, nach denen Michael Prader sein Meisterstück an der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung HTBLVA Graz – Ortweinschule entworfen hat. Es sei „ein Unikat im Wohnraum, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht“, bringt Prader in der Beschreibung zu seinem Möbel zum Ausdruck. 

Mit dem Namen „The Wine Line“ bezieht sich der Steirer auf die Linienführung und die Schlichtheit des Möbels. Linienführung ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen: Eine an der Spitze des Sockels beginnende „Linie“ bzw. Fuge läuft bis zum liegenden Korpus an der Oberseite. Im mittleren Korpus, der die Linie des Sockels aufnimmt, sind Weingläser gelagert, im oberen Korpus die dazugehörigen Wassergläser.

Am Ende der Line werden – in der Glasvitrine verschlossen – exzellente Weine liegend aufbewahrt. Die beiden Auszüge an der Oberseite sind durch einen Spezialbeschlag miteinander verbunden. Öffnen lässt sich dieser Bereich, in dem die Vitrine in Verlängerung des oberen Korpus herausgezogen wird. 

Der liegende Korpus ist in Nuss ausgeführt und wird von der mittleren Acrylglasscheibe getragen. Auf diese Weise soll dieser schwebend und leicht erscheinen. Um das Möbel nicht „abheben“ zu lassen, wird es von einem Metallsockel getragen. So wirke es trotz des modernen Designs sehr bodenständig, erklärt Prader. (red/prader)

Tischler

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