Preisgekrönte Gestaltungsideen

Das Forum Qualitätspflaster vergab Anfang Dezember den zweiten Paving Design Award. Im Fokus war diesmal der Kirchenplatz der Gemeinde Schwarzau am Steinfeld.

16.01.2018
Award
Redaktion Bauzeitung
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Preisverleihung des Paving Design Awards 2017 auf der BOKU: Preisträger, Jurymitglieder, Sponsoren und Organisationsteam 

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Das Siegerteam mit Hauptsponsor Stefan Weissenböck von der Weissenböck Baustoffwerk GmbH; Bürgermeister Günter Wolf, Stefan Weissenböck, Carolin Martin, Janina Müller, Philipp Spörl, Eduard Leichtfried (v.l.)

Der zweite Paving Design Award, bei dem Masterstudierende der Universität für Bodenkultur (BOKU) ihre Gestaltungsideen für öffentliche Räume in ländlichen Gemeinden einreichen konnten, führte dieses Jahr nach Schwarzau am Steinfeld. Konkret ging es um die Umgestaltung des Kirchenplatzes der 1900 Seelen Gemeinde. Die Herausforderung bestand darin, einerseits einen identitätsstiftenden Ort der Begegnung, sowohl für Gemeindebewohner als auch Besucher und Wallfahrer und andererseits eine Durchleitung des Individualverkehrs mit einer gesicherten Anknüpfung des Platzes an die Volksschule und einen Anschluss an Kindergarten und Senioreneinrichtung zu schaffen.

Würdiger Gewinner

Carolin Martin, Janina Müller und Philipp Spörl ist die Umsetzung dieser Anforderung am besten gelungen. Sie konnten mit ihrem Siegerprojekt „Bühne Schwarzau“ auf allen Ebenen überzeugen. „Die vorgeschlagene Gestaltung reagierte maßstabsgerecht auf den Bestand und wertet diesen gekonnt auf“, begründet Jury-Vorsitzende Anna Detzlhofer die Entscheidung der Experten. Dass das Projekt nicht nur auf dem Papier existiert, sondern demnächst auch in der Realität umgesetzt werden wird, ist für Eduard Leichtfried, Vorstandsvorsitzender des Forums Qualitätspflaster eine zusätzliche Bestätigung. „Ich freue mich, dass das Ergebnis des Wettbewerbes realisierbar ist und bald in natura zu besichtigen sein wird. Unser Wettbewerb soll auch andere Gemeinden dazu anregen, sich mit der Freiraumgestaltung in ihren Lebensräumen gemeinsam mit anderen Fachdisziplinen auseinanderzusetzen.“

Weitere Auszeichnungen

Zweitplatziert wurde das Projekt „Der Platz, der verbindet“. Karl Engelmaier, David Hacker und Katharina Peischl konnten vor allem mit ihrer Idee der Einbindung des Flußkieselpflasters, dem Erhalt der bestehenden Linden, sowie einer durchdachten Auflösung der Höhen überzeugen. Kritisch gesehen wurde dagegen die wiederholte Aufweitung der Fahrbahn durch Mittelinseln und die damit verbundene Reduzierung der Platz- und Gehsteigfläche.

Der dritte Platz ging an Viktoria Blaschek, Jana Forsthuber und Simon Ransmayr. Ihr Konzept „Wohin der Stein fällt“ ist – wie der Name schon verrät – vor allem dem Thema Stein gewidmet. Dies materialisiert sich zum einen in der Wahl der Bepflanzung, zum anderen in der Verwendung von dominanten Natursteinquadern. Vor allem die Auflösung des Höhenunterschiedes zwischen Kircheneingang und Fahrbahn mittels Stufen und die Pixelung des Pflasterverbandes vor den Eingängen konnte die Jury überzeugen.

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