Marktanalyse

Massiver Rückgang bei Mineralwolle

Dämmstoff
26.04.2021

Von: Redaktion Handwerk + Bau
Aktualisiert am 26.04.2021

Während Dämmstoffe aus organischen Materialien ihren Marktanteil 2020 ausbauten, war Mineralwolle von den Absatzrückgängen besonders stark betroffen.

Obwohl die Bauwirtschaft die Corona-Pandemie 2020 im Großen und Ganzen gut überstanden hat, erhielt der Markt für Dämmstoffe in Österreich einen deutlichen Dämpfer. Laut dem aktuellen Branchenradar „Dämmstoffe in Österreich“ ging die Nachfrage 2020 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Aufgrund steigender Preise hielt sich jedoch der Umsatzrückgang in Grenzen. Im Vergleich zu 2019 sanken daher die Herstellererlöse nur um ein Prozent auf 317,6 Millionen Euro.

Keine Preiserhöhungen bei Mineralwolle

Sowohl im Neubau als auch im Bereich Sanierung gab es im vergangenen Jahr Absatzrückgänge. Besonders stark betroffen war davon Mineralwolle. Der Erlös ging gegenüber 2019 um mehr als fünf Prozent zurück, da es bei dieser Produktgruppe keine Preissteigerungen gab. Bei Schaumstoffen lag das Umsatzminus 2020 aufgrund von Preiserhöhungen dagegen nur bei 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine positive Geschäftsentwicklung gab es bei Dämmstoffen aus organischen Materialien. Der Bedarf legte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zu, der Umsatz sogar um neun Prozent. Erlösseitig stieg damit der Marktanteil auf 13 Prozent. Laut Marktanalyse ein Zeichen dafür, dass die Öko-Produkte langsam aber sicher das Nischendasein hinter sich lassen.

Für das laufende und das kommende Jahr rechnet Branchenradar auf jeden Fall mit steigenden Herstellererlösen, da sich aktuell die Rohmaterialpreise sprunghaft erhöhen. Nachfrageseitig geht das Marktforschungsinstitut von einer Steigerung der Nachfrage um etwa zwei Prozent pro Jahr. Bei den Erlösen prognostiziert Branchenradar.com für heuer einen Zuwachs von acht Prozent und für das nächste Jahr von fünf Prozent. (ar)

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