Das schönste Stück vom Holz

Furnier
22.11.2017

 

Eine branchenübergreifende Initiative will die Qualitäten von Echtholz-Furnier wieder stärker in den öffentlichen Fokus rücken. Betriebe können sich als Partner beteiligen und als „Edelfurnier Tischler“ positionieren.

Furnier mit seiner schier unendlichen Palette von Mustern und Farbtönen bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten – hier ein Barmöbel von Mario Horngacher.

Teilnehmende Betriebe dürfen das Markenzeichen „Edelfurnier Tischler“ führen.

Die Marktanteile von Echtholzfurnier sind seit Jahren rückläufig. Mit der Initiative Edelfurnier wollen heimische Zulieferer, Hersteller und Fachhändler mit Tischlereien als Partnerbetrieben dem Werkstoffwieder  zu mehr Wertschätzung verhelfen und mit einer Marketingkampagne stärker in den öffentlichen Fokus rücken.

Verdiente Anerkennung fürs Furnier

„Ziel der Initiative Edelfurnier ist es, dem Furnier die verdiente Anerkennung erneut zukommen und den großartigen Werkstoff in Zukunft wieder hochleben zu lassen“, sagt Erich Gaffal, Cluster Manager Möbel- und Holzbau-Cluster Upper Austria  sowie einer der Initiatoren der Initiative. „Gemeinsam mit starken Partnern aus der Branche – einem Netzwerk aus leidenschaftlichen Tischlern – hat sich daher die Initiative ein Ziel gesetzt: Jeden wissen zu lassen, wie einzigartig Holz in Form von Furnier ist und daher Furnier in seinen zahlreichen Facetten reizvoll und begehrenswert zu machen“. Ein wesentlicher Vorteil von Furnier sei die unendliche Palette von Mustern und Farbtönen aus dem schönsten Stück vom Holz, so Gaffal.

Mit Qualität punkten

Laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent.com stehen die Konsumenten dem Thema sehr positiv gegenüber: Für 71,9 % der Österreicher ist Furnier das bevorzugte Material für Möbel, Wandverkleidungen, Türen usw. „Die Menschen wollen natürlich und qualitativ hochwertig wohnen“, sagt Gaffal,  „und Furnier liegt auch bei den Jüngeren im Trend, wie die Umfrage deutlich zeigt“. Insgesamt wurden 502 Personen zwischen 14 bis 69 Jahren auf Basis von Computer Assisted Web Interviews (CAWI) befragt. 

Mit Werbemaßnahmen wie einer Onlinekampagne wollen die Initiatoren noch mehr Konsumenten und Innenarchitekten für das Thema gewinnen. Tischlereien können sich mit einem Unkostenbeitrag von EUR 200,- pro Jahr als Partner beteiligen – und können dann die Botschaft direkt an ihre Kunden weitertragen. Insgesamt 117 Betriebe haben sich bereits angemeldet. Diese dürfen sich nicht nur „Edelfurniertischler“ nennen, sondern werden durch ein Kommunikationspaket – bestehend aus dem Buch „Erlesenes vom Holz“, einem Onlineauftritt auf www.edelfurnier.at und ausgewählten Give-aways – in Sachen Marketing unterstützt.

Unterstützung von Zulieferern und Tischlerinnung

Getragen wird die Initiative von zahlreichen namhaften Vertretern aus Gewerbe, Industrie und Fachhandel. Bei der Präsentation Mitte November in Wien waren etwa Georg Himmelstoß vom Türenhersteller Jeld-Wen und Alexander Flatischler, Geschäftsführer des Holzfachhändlers Frischeis, mit dabei. „Wir verstehen die Partnerschaft zum Tischler wesentlich breiter, als ‚nur‘ sein Materiallieferant zu sein. Wir sehen es als eine unserer Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden, auch bei dieser Kampagne unterstützend zu wirken und zu seiner Existenzabsicherung über Aufklärung, Marketingsupport und finanzielle Beiträge beitragen zu können“, so Flatischler.

Auch die Tischlerinnung stehe voll hinter der Initiative, erklärt Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart: „Wir erwarten, dass rund 200 Tischler und Tischlerinnen bei der Initiative mitmachen und so die Chance nutzen, sich durch Qualität und Individualität in einem Markt mit starken Konkurrenzdruck behaupten zu können.“ www.edelfurnier.at

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