Nachhaltige Fassade

Vertikale Klimafitness

Fassadenbegrünung
09.09.2023

Fassadenbegrünungen sind ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der städtischen Überhitzung. Der Effekt kann aber noch unterstützt und verstärkt werden.
Fassadenbegrünungen

Gerade im Sommer war wieder einmal mehr spürbar, wie sehr sich an langen Sonnentagen die Mauern und Asphaltflächen in der Stadt aufheizen. Mehr als 40 Hitzetage vermeldet Geosphere Austria in Österreich, Tendenz steigend. Damit einher geht die Wahrscheinlichkeit der Bildung von UHIs, sogenannten Urban Heat Islands, die nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden stark beeinträchtigen, sondern auch ein Phänomen darstellen, das immer mehr an Fahrt aufnimmt. Gegensteuern wird daher umso wichtiger. Eine gute Möglichkeit, das Mikroklima in der Stadt zu verbessern, sind von jeher begrünte Fassaden, mit denen ein signifikanter Kühleffekt erzielt werden kann. Schon ein oder zwei Grad sind deutlich spürbar und werden positiv wahrgenommen. Wird die Fassadenbegrünung mit einer entsprechenden Fassadendämmung kombiniert, so kann man den Beitrag zu mehr Klimafitness noch steigern, denn man senkt zum einen den Energieverbrauch und erzeugt gleichzeitig eine natürliche Klimaanlage.

Unbeschwertes Naturerlebnis

Der österreichische Dämmspezialist Baumit hat mit der Baumit-open-air-Klimaschutzfassade eine Lösung erarbeitet, die komplett auf Klimaanlagen verzichten lässt und den idealen Untergrund für eine Fassadenbegrünung bietet. Denn dieser ist unverzichtbar. Das Produkt kann nicht nur bei Neubauten eingesetzt werden, sondern auch bei Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind und thermisch saniert werden sollen mit anschließender zusätzlicher Fassadenbegrünung. Georg Bursik, Geschäftsführer der Baumit GmbH, weiß um die Vorteile der vertikalen Bepflanzung: „Eine durchdachte Fassadenbegrünung kann laut wissenschaftlichen Berechnungen die Temperatur der Fassadenoberfläche um 8 bis 19 Grad Celsius senken. Vergleicht man begrünte Straßenzüge mit nicht begrünten, reduziert sich der Hitzeinseleffekt bei Begrünung um bis zu fünf Grad Celsius Lufttemperatur.“ Hinzu kommen auch weitere positive Effekte wie die Aufnahme von Regenwasser, das über kühlende Verdunstung wieder an ihre Umgebung abgegeben wird.

Baumit OpenAir - für eine begrünte Fassade
Cool Pigment-Technologie von Baumit für die Fassadenbegrünung

Grüne Zukunft vorausgeplant

Die Baumit-open-air-Klimaschutzfassade ist ein Wärmedämmverbundsystem, das aus mehreren exakt aufeinander abgestimmten Komponenten besteht, die zusammen mit dem Montageelement Baumit IsoBar von EJOT für die perfekte Verankerung der Rankhilfen auf der Fassade sorgt, an denen die Pflanzen hochgezogen werden. So wird die darunterliegende Dämmung vor Haftscheiben und Kletterfüßchen zu schützen. „In jedem Falle sollten Fachkräfte zu Rate gezogen werden damit statische Voraussetzungen, Brandschutz, richtige Pflanzenauswahl am Standort, fachgerechte Montage, Wartung und Pflege der Pflanzen gewährleistet sind. Nur so kann der gewünschte Begrünungseffekt auch erzielt werden“, empfiehlt Mathias Hanke, Leiter Produktmanagement der Baumit GmbH. Doch das ist noch nicht alles: Innovative Technologien wie die Cool-Pigment-Technologie von Baumit unterstützen den Kühlungs-Effekt noch zusätzlich. „Kühlende Farbpigmente in der Fassade reflektieren einen Teil des Sonnenlichtes, und die Oberflächentemperatur der Gebäude sinkt dadurch“, erläutert Hanke.

Georg Bursik, Geschäftsführer der Baumit GmbH, und Mathias Hanke, Leiter Produktmanagement der Baumit GmbH.
Georg Bursik (links), Geschäftsführer der Baumit GmbH, und Mathias Hanke, Leiter Produktmanagement der Baumit GmbH.