Messe

Elektrifizierung und Vernetzung bei Light + Building 2026

Rund 2.000 Aussteller präsentieren in Frankfurt am Main Lösungen für energieeffiziente Gebäude, digitale Vernetzung und moderne Lichtkonzepte. Die Branche sieht in Elektrifizierung und Integration zentrale Hebel für künftiges Wachstum.

Vom 8. bis 13. März 2026 steht Frankfurt am Main im Zeichen der Licht- und Gebäudetechnik. Die Light + Building versteht sich als internationale Leitmesse für Elektrifizierung, Digitalisierung und Energieeffizienz im Gebäude. Rund 2.000 Aussteller zeigen Lösungen für energieeffiziente Gebäude, intelligente Vernetzung und moderne Lichtanwendungen. Für viele Unternehmen stehen internationale Geschäfte, strategische Partnerschaften und konkrete Projektvorhaben im Mittelpunkt ihres Messeauftritts.

Nach Angaben der Veranstalter kommen 75 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. Neben Deutschland sind insbesondere Unternehmen aus China, Italien, der Türkei, Polen, Spanien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Großbritannien vertreten. Rund 60 Prozent der Unternehmen sind dem Lichtsegment zuzuordnen, etwa 40 Prozent der vernetzten Gebäudetechnik. . Damit spiegle die Messe die zunehmende Integration von Energie, Digitalisierung und Sicherheit wider.

Advertorial

„Die Light + Building 2026 ist ein realistisches Spiegelbild des Marktes mit all seinen Herausforderungen und seiner technologischen Stärke“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Messe Frankfurt in Frankfurt am Main. „Dass sich rund 2.000 Aussteller bewusst für Frankfurt entscheiden, ist ein starkes Signal. In einer Phase tiefgreifender Veränderung wird Orientierung zum entscheidenden Mehrwert. Die Light + Building schafft Vergleichbarkeit, ermöglicht Austausch und liefert belastbare Entscheidungsgrundlagen.“

Top-Themen strukturieren das Programm

Das Motto der Veranstaltung lautet „Be Electrified – Electrifying Places. Illuminating Spaces.“ Daraus wurden drei Top-Themen abgeleitet, die gemeinsam mit Branchenvertretungen, Ausstellern und Partnern entwickelt wurden.

„Sustainable Transformation“ steht für Elektrifizierung, Dekarbonisierung und die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Gebäudebestands. „Smart Connectivity“ fokussiert die intelligente Vernetzung von Systemen, Gewerken und Daten als Grundlage für Effizienz und Steuerbarkeit. „Living Light“ rückt die Qualität von Licht als Bestandteil von Architektur, Arbeitswelt und urbanem Raum in den Mittelpunkt. Diese drei Themen bilden den inhaltlichen Rahmen des Eventprogramms.

Aus Sicht der Industrie gelten Elektrifizierung und digitale Integration als zentrale Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit. „Die Energie- und Gebäudewende kann ein großer Wachstumsmotor sein”, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) in Frankfurt am Main. “Elektrifizieren, digitalisieren, vernetzen und automatisieren – in diesen Megatrends steckt enormes Effizienzpotenzial für den Gebäudesektor. Die Technologien sind längst da. Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie bieten eine Vielfalt an innovativen Anwendungen und Lösungen an. Damit diese in der Breite zum Einsatz kommen, brauchen Unternehmen wie Eigentümer Planungs- und Investitionssicherheit und einen möglichst attraktiven Strompreis.”

Plattform für Industrie, Handwerk und Politik

Ein zentraler Treffpunkt für den fachlichen Austausch ist das ZVEI-Technologieforum. Es wird am 8. März 2026 um 9:30 Uhr vom Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori, gemeinsam mit Wolfgang Marzin eröffnet. An allen sechs Messetagen dient das Forum als Plattform für den Dialog zwischen Industrie, Handwerk, Planung und Politik.

Auch das Elektrohandwerk sieht in der Transformation wirtschaftliche Chancen. „Die Energiewende ist eine wirtschaftliche Chance. Die Elektrotechnik ist ein zentrales Handlungsfeld der Energiewende. Mit Gebäudesystemintegration und Energiemanagement stehen wir vor großen Aufgaben“, sagt Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Berlin. „Wir treiben die digitale Vernetzung voran und zeigen konkrete Anwendungen für Künstliche Intelligenz, Prozessdigitalisierung und Datenräume als Infrastrukturbaustein der Zukunft. Die Branche muss Tempo aufnehmen. Das gilt für die Sanierung der Infrastruktur ebenso wie für die Modernisierung unserer Prozesse.“

Im sogenannten E-Haus des ZVEH wird integrierte Gebäudetechnik von Photovoltaik über Wärmepumpen bis zu intelligenten Steuerungssystemen als begehbares Modell präsentiert. Auf der Agora macht ein Heißluftballon des Verbandes auf die Rolle des Elektrohandwerks als Umsetzer der Energiewende aufmerksam.

Licht als prägender Faktor

Mit „The Living Light“ widmet sich eine Sonderschau in Halle 3.1 erstmals umfassend der Wirkung von Licht auf Lebens- und Arbeitsräume. Entwickelt wurde das Konzept vom Berliner Lichtplanungsbüro Lichtvision Design unter der Leitung von Carla Wilkins. In vier Bereichen – Home, Education, Workplace und Communication – wird gezeigt, wie Licht Orientierung unterstützen, Produktivität fördern und Atmosphäre schaffen kann. Interaktive Elemente und kuratierte Inszenierungen sollen die Wirkung unmittelbar erfahrbar machen. Geführte Touren sind täglich um 11:00 und 14:30 Uhr vorgesehen.

Redaktion Handwerk + Bau

Die Redaktion von Handwerk und Bau vereint erfahrene Journalist:innen und Expert:innen aus der Bau- und Handwerksbranche. Mit fundiertem Fachwissen und einem Gespür für aktuelle Trends informieren wir Sie über Neuheiten, innovative Technologien und bewährte Techniken. Unser Ziel ist es, Sie mit praxisnahen Tipps und tiefgehenden Analysen bei Ihren Projekten zu unterstützen.