Knauf Event: Zukunft des urbanen Wohnbaus

Knauf
11.11.2019

 

Nachverdichtung, modulares Bauen und moderne Raumplanung standen im Fokus beim diesjährigen Wohnbau-Event von Knauf und Knauf Insulation.

Die Referenten der von den beiden Unternehmen Knauf und Knauf Insulation organisierten Wohnbauveranstaltung in Innsbruck (v.l): Knauf Insulation GF Udo Klamminger, Architekt Dietmar Eberle, Tiroler Landesrat Johannes Tratter, KMH GF Otto Ordelt, Hendrik Reichelt von Kaufmann Bausysteme und Vorstand der Innsbrucker Stadtplanung Wolfgang Andexlinger

Bereits zum dritten Mal fand Anfang November der Wohnbau-Event „Leichter – Höher – Schneller“ statt. Rund 110 Teilnehmer konnten Knauf und Knauf Insulation in der Villa Blanka in Innsbruck dafür begrüßen. Gemeinsam mit Tiroler und Vorarlberger Bauträgern, Architekten, Planern und Bauunternehmen sowie zahlreichen Vortragenden wurden Themen wie Nachverdichtung, modulares Bauen und moderne Raumplanung erörtert. Knauf Insulation Geschäftsführer Udo Klamminger widmete sich in seiner Eröffnungsrede der weltweit rasant voranschreitenden Verstädterung: „Immer mehr Menschen wollen in der Stadt wohnen. Ziel ist es, mit Nachverdichtung etwa 150.000 Wohneinheiten auf Bestandswohnungen in Österreich zu realisieren, um dadurch 15 Millionen Quadratmeter Fläche zu sparen bzw. nicht zu versiegeln.“

Vorzeigeprojekt

Eine entsprechende Bauweise dafür demonstrierte Hendrik Reichelt von Kaufmann Bausysteme. Mit der sogenannten Holzmodulbauweise könne nicht nur rasch Wohnraum geschaffen, sondern auch die aktuell hohen Errichtungskosten im Wohnbau merklich reduziert werden, ohne dabei auf hohe Qualität und Langlebigkeit der Gebäude verzichten zu müssen. Als Beispiel brachte er das gemeinsam mit der von der Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft entwickelte Sonderwohnbauprojekt Wohnen 500. „Sozialer Wohnbau, der leistbar ist, wurde hier neu gedacht und zügig gebaut.“ Die Miete inklusive Betriebskosten beträgt bei diesen Wohnungen 500 Euro für 65 Quadratmeter.

Leistbares Bauen mit Hilfe modularer Bauweise zeigte auch Otto Ordelt, Geschäftsführer der KMH GmbH, auf. In nur zwei Wochen könne ein zweistöckiges Gebäude mit 12 Wohneinheiten errichtet werden. Herausforderungen wie Kosten, Zeit, Qualität und Fachkräftemangel sind mit dieser Bauweise leichter in den Griff zu bekommen.

Innovative Konzepte gefragt

„Auf Grund der topografischen Situation ist Innsbruck gezwungen, sich möglichst kompakt zu entwickeln. Dabei sind innovative Konzepte der Stadtverdichtung gefragt. Innsbruck hat hier in den letzten Jahren etliche Ansätze erarbeitet und spannende Projekte umsetzen können“, sagt Wolfgang Andexlinger, Amtsvorstand der Innsbrucker Stadtplanung. Als teuerste Stadt Österreichs bezüglich des Wohnens setzt Innsbruck auf nachhaltige Mobilität mit einem Konzept der kurzen Wege. „Wir schrecken uns nicht vor Dichte in der Stadt“, stellte Andexlinger klar.

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