Meinung: Heinz Schmid

Die Zukunft der Arbeit

14.01.2026

In seiner Kolumne "Von außen betrachtet" wirft Senior-Editor Heinz Schmid, langjähriger Chefredakteur des Fachtitels Gebäude Installation, regelmäßig einen kritischen Blick auf Trends und Entwicklungen in der SHK-Branche.

Die Arbeitswelt wird sich durch technologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen in Zukunft stark verändern. Arbeit wird dann nicht mehr nur ein Mittel zum Zweck sein, sondern ein zentraler Bestandteil menschlicher Identität. Dieser Trend spiegelt die globalen Herausforderungen und Chancen wider, die durch Digitalisierung, Automatisierung, demografische Veränderungen und veränderte Werte entstehen.
Bei „Future of Work“, entwickelt vom deutsch/österreichischen Zukunftsinstitut, geht es nicht nur um alternative Arbeitsmodelle oder Selbstverwirklichung, sondern um eine grundlegende Neudefinition von Arbeit in einer vernetzten und dynamischen Welt.

„Future of Work“ fordert Unternehmen dazu auf, ihre Strategien, Strukturen und Unternehmenskultur grundlegend zu überdenken. Die Einführung neuer Technologien ist dabei nur der erste Schritt. Entscheidend ist die Fähigkeit, technologische Innovationen mit den menschlichen Bedürfnissen und den Anforderungen einer dynamischen Arbeitswelt in Einklang zu bringen. Organisationen müssen hybride Arbeitsmodelle implementieren, die Flexibilität und Individualität ermöglichen, ohne dabei die Effizienz oder den Teamzusammenhalt zu gefährden. Das bedeutet, dass traditionelle Führungsansätze durch Modelle ersetzt werden müssen, die auf Vertrauen, Ergebnissen und Selbstorganisation basieren. Führungskräfte müssen Teams inspirieren und gleichzeitig technologische Werkzeuge effektiv einsetzen können, um Zusammenarbeit und Kommunikation zu fördern.

Die Entwicklung der Mitarbeitenden wird zu einer zentralen Aufgabe. Lebenslanges Lernen und die Förderung digitaler Kompetenzen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass Beschäftigte auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet sind. Unternehmen, die in Weiterbildung und Entwicklung investieren, werden nicht nur die besten Talente anziehen, sondern auch ihre Innovationsfähigkeit stärken und ihre Unternehmenskultur fördern. Werte wie Diversität, Inklusion und Nachhaltigkeit sind keine Optionen mehr, sondern essenziell, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Organisationen, die diese Werte aktiv leben und fördern, schaffen eine positive Arbeitsumgebung und leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung.
Unternehmen, die sich flexibel und innovativ anpassen, ohne dabei die menschlichen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren, werden nachhaltig erfolgreich sein und eine Vorreiterrolle in der neuen Arbeitswelt einnehmen. Ich bin mir sicher: Österreichs Installateure werden dabei sein.
Kurz vor Ende des Jahres möchte ich mich für Ihre Treue als Leserinnen und Leser bedanken. Über Ihre Reaktionen (schmid.heinz@aon.at) freue ich mich immer sehr.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.