Software

Erfolgreiche Familienbande

Mit dem Software-Update von RSO im Hintergrund schmiedet das Familienunternehmen der Brandlhofer Brüder große Pläne.

20.04.2021
Top-Artikel Tischler
Katharina Kutsche
20.04.2021
© Halmen H. Rasinger
Die B-BROS Christian und Jürgen Brandlhofer

Die Vorgeschichte der B-BROS, Abkürzung für Brandlhofer-Brothers, beginnt 1999, als sich Christian Brandlhofer im Bereich Montage selbstständig machte. „Früher war ich überzeugt, dass eine Tischlerei keine Zukunft hat, wenn man bei null anfängt. Das hat sich aber dann doch geändert, als ich 2009 eine eigene Tischlerei aufgebaut habe und immer mehr Richtung Möbelbau gegangen bin“, so der Tischlermeister. Es dauerte noch bis 2013, als der Grundstein für die B-BROS gelegt wurde. „Ich war mehrere Jahre unter anderem auch im Ausland tätig und hatte vor B-BROS eine eigene Unternehmensberatung. Mein Bruder und ich haben uns damals gefragt, ob wir einfach gemeinsam etwas Neues auf die Beine stellen wollen“, so Jürgen Brandlhofer über die Geburtsstunde der B-BROS. Die Brandlhofers starteten mit vier Mitarbeitern, heute sind sie zu zwölft mit Aussicht auf Mitarbeiterwachstum. „Wir haben gleich zu Beginn an einem einheitlichen und modernen Erscheinungsbild gearbeitet, ein neues Logo entwickelt und viel in Werbung investiert, was damals noch eher ungewöhnlich war“, erinnert sich Jürgen Brandlhofer. Von Anfang an zählten Handwerk, technisches Know-how, Qualität, Flexibilität und Termintreue zu ihren Grundprinzipien. So bauten sich die B-BROS nachhaltig einen Namen auf und fassten im Ladenbau schnell Fuß. 

Ladenbau der B-BROS im Kosmetikbereich

 Im Ladenbau haben sich die B-BROS besonders im Kosmetikbereich einen Namen gemacht.

Im Ladenbau haben sich die B-BROS besonders im Kosmetikbereich einen Namen gemacht.
© B-BROS

Ladenbau als Steckenpferd

Ladenbau und Geschäftseinrichtungen von der Kosmetik über den Orthopäden bis zum Bioladen gehören unter anderem zur Bandbreite des Unternehmens. Auch Möbel für den POS, wo der Grundladenbau vorhanden ist und die einzelnen Präsentationsmöbel für die jeweiligen Marken gebaut werden, gehören zum Portfolio des Familienunternehmens. Den Brüdern war immer wichtig, technisch versiert zu sein und nicht vor dem Licht oder anderen elektronischen Teilbereichen sowie verschiedensten Materia­lienkomponenten zurückzuschrecken. „Das Möbel muss um mindestens 20 Prozent schöner sein als die Verpackung des Produkts“, ist Christian Brandlhofer überzeugt. „Dort, wo es funkelt und glänzt, versuchen wir stark zu sein, und da haben wir vor allem in der Kosmetikschiene ein sehr gutes Segment“, ergänzt Jürgen Brandlhofer.

© Halmen H. Rasinger
Auch Bio-Läden gehören zu den Kunden der Brandlhofer-Brüder.

Kein Stillstand

Mit dem Bereich Business Interior macht das Familienunternehmen einen Umsatz von 65 Prozent. „Durch Corona hat sich der Umsatz im Bereich POS-Möbel zwar stark reduziert, aber durch unsere Flexibilität und unser Angebot in allen Bereichen waren wir immer breit aufgestellt“, so Christian Brandlhofer. Im Moment liegt die Herausforderung darin, die Ware rechtzeitig zu bekommen. „Da müssen wir auch schon mal das Risiko eingehen, vor Abschluss eines Auftrags bereits zu bestellen“, so Jürgen Brandlhofer. Hinzu kommt, dass die B-BROS letztes Jahr lockdownbedingt bereits gebaute Möbel über ein halbes Jahr nicht ausliefern durften. „Wenn man sich hinsetzt und jammert, kommt man nicht weiter“, ist Christian Brandlhofer überzeugt. Risiken eingehen, Neues versuchen, flexibel bleiben, das hat die Brüder durch die Krise gebracht. Auch in Krisenzeiten schlägt das Unternehmen komplett neue Wege abseits der Tischlerei ein. Aufgrund der Nachfrage bieten die Brüder mittlerweile ganze Komplettumbau-Konzepte an und übernehmen den GU dafür.

© Halmen H. Rasinger
Jeder Kunde hat andere Bedürfnisse: hier eine Vinothek mit Ladenbau von den B-BROS.

Investition in die Zukunft mit RSO

Im zweiten Halbjahr 2020 wurde der Betrieb erweitert. Neben neuen Maschinen und einer Hallenerweiterung von 250 m2 haben die B-BROS auch ihre internen Abläufe mit einer neuen Software erweitert. Im Laufe der Jahre ist das Unternehmen gewachsen, und ein allumfassendes System musste her. „Ich habe früher schon andere Software ausprobiert, bin aber an meine Grenzen gestoßen. Der Techniker von RSO hat mich mit seiner Umsetzung voll überzeugt. Ablauf und Einfachheit des Systems sowie die Anbindung zur CNC-Maschine waren uns bei der Entscheidung wichtig“, so Christian Brandlhofer. Auch Lehrling Anna zeichnet mit RSO, bereitet Pläne vor, arbeitet auf der CNC und ist schon sattelfest mit der Software.
 

Erleichterung im Planungsalltag

RSO-Planung und -Technik als Basis sowie Orgacalc kommen bei den B-BROS zum Einsatz. Von der Planung über die Präsentation bis zur Maschinenanbindung und Visualisierung für Kundenpräsentationen reicht die Brandbreite der Software. Franz Faschingleitner, Vertriebspartner der RSO Group: „Typisch für unser Softwaresystem ist, dass es für Anwender in der Tischlerei sehr einfach zu erlernen ist. Mit RSO funktioniert fast alles über einfache Konfigurationen. Ich beschreibe das gewünschte Planungselement, es wird sofort dreidimensional dargestellt, mit den technischen Informationen versehen, und schon ist es auf der CNC. Da ist in einem Arbeitsschritt alles erledigt.“ Das CAD-Programm und das ERP-System wurden durch einen RSO-Techniker perfekt auf geltende Produktionsnormen und Unternehmensstrukturen abgestimmt. Dadurch ist es für den AV-Mitarbeiter der Firma B-BROS ein Leichtes, aus der fertigen Planung Kalkulationsunterlagen und Stücklisten zu generieren, die ein höchst effizientes Arbeiten in der Tischlerei ermöglichen.
Vom Angebot über die Planung bis hin zu Stücklisten und Zeiterfassung sowie Evaluierung hat man alles im Blick. Faschingleitner: „Aus der Nachkalkulation werden die Daten wieder rückgespielt, d. h. ich schärfe das Bild in der Tischlerei für die Preisgestaltung.“ Beim Ladenbau sind Systeme oft wiederkehrend, aber es sind trotzdem Einzelfertigungsteile gefragt, die eine bestimmte Funktionalität haben und auf Millimeter maßgenau sein müssen. „Unsere Stärken sind Anwenderfreundlichkeit, Individualität und der persönliche Kontakt zu unseren Kunden“, ist Faschingleitner überzeugt. Bei RSO arbeiten hauptsächlich gelernte Tischler, die die Herausforderungen der Betriebe und der Branche kennen. „Wir versuchen mit unserer Software die Arbeitsweise des Tischlers abzubilden. Wir wollen keine EDV-Spezialisten, sondern Handwerker als RSO-Kunden.“     (kk)
https://b-bros.at

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