Der Trend geht Richtung Bestbieter

Vergabe
26.06.2014

Von: Alfred Jöchlinger

Alfred Jöchlinger, Geschäftsführer Auftragnehmer­kataster Österreich

Als Institut, das auf die effiziente Abwicklung von öffentlichen Vergaben spezialisiert ist, sehen wir, dass der Trend ganz klar in Richtung Bestbieter geht. Schon jetzt werden ergänzende Kriterien immer wichtiger – sei es, ob das Unternehmen Lehrlinge ausbildet oder ob es zusätzliche Zertifizierungen vorweisen kann. Als Auftragnehmerkataster Österreich (ANKÖ) stellen wir mit der Liste geeigneter Unternehmer die Entscheidungsgrundlage bereit, damit der Beste und nicht der Billigste zum Zug kommt. Nur die konsequente Prüfung der Eignung stellt sicher, dass nicht mit Preisdumping über die Beauftragung von Subfirmen Sozialstandards ausgehebelt werden.
Früher oder später wird sich daher das Bestbieterprinzip durchsetzen. In den neuen EU-Richtlinien wird darauf besonderer Wert gelegt.
Man muss aber auch dazusagen, dass die Einbeziehung von Qualitätskriterien Vergabeverfahren aufwändiger macht. Das ist mit ein Grund, warum vielen vergebenden Stellen die Fixierung auf den Preis lieber ist. Ein weiterer Grund ist natürlich der nach wie vor herrschende Spar­zwang aufgrund von Budgetdefiziten bei der öffentlichen Hand.

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