Steile Sachen

Steildach
03.09.2015

Steildächer punkten mit geringen Wartungskosten und schonen die Umwelt. Das ist nicht nur das Ergebnis einer aktuellen TU-Studie. Zahlreiche steile Referenzobjekte, in diesem Fall mit Prefa-Deckungen, zeigen die Vielfalt moderner Dachkonstruktionen. 

Die TU bestätigt Vorteile von Steildachkonstruktionen. Diese decken sich häufig mit den Anforderungen heimischer Bauherren und Sanierer an ihr Dach überm Kopf. Laut Repräsentativumfrage von meinungsraum.at bevorzugen weit mehr als zwei Drittel der Wohnraumnutzer ein Steildach.

Das Steil- beziehungsweise Satteldach ist weit besser als sein Ruf – das stellt eine Studie der Technischen Universität Wien eindeutig fest. Mittel- und langfristig betrachtet, erweist sich laut Fallstudie des Forschungsbereichs für Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung der TU Wien das Steildach als kosten- und wartungstechnisch erstaunlich günstiger als ein Flachdach. Bautechnisch ist das Steildach ohnehin im Vorteil: Denn von der Fläche her gesehen, ist das Steildach ein beliebig ausbau- und erweiterbares Raumwunder für zukünftigen Platzbedarf.
Steildachspezialist Prefa ortet deshalb auch ein Revival der bei Architekten letztlich etwas aus der Mode gekommenen traditionellen Dachkonstruktion, die vor allem bei Altbausanierungen und Dachbodenausbauten jetzt wieder aktuell in der Diskussion ist. Ein ausgebautes Dachgeschoß ist für viele Eigenheimbesitzer ein Traum und bei Sanierungen, zum Beispiel von Siedlungshäusern aus den 1950er- und 1960er-Jahren, oft eine Notwendigkeit in Sachen Wohnkomfort, geänderter Lebensstil und Ansprüche. Das bestätigt eine Umfrage von meinungsraum.at von 2014: Für 86 Prozent der befragten Österreicher ist die Wohnraumnutzung „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Bei Neubauten räumt die Wahl eines Steildachs größtmögliche Raumflexibilität bei größter Kosteneffizienz ein.

Wohntraum Dachraum

Vor allem im städtischen Ballungsgebiet haben sich die angeblich „unmodernen“ und „altmodischen“ Steildächer bewährt. Denn die massiv geförderten und allerorten mit Druck vorangetriebenen Dachbodenausbauten innerstädtischer Altbestände sind ausschließlich eine „steile“ Sache, die ein Flachdach nicht toppen kann. 
Und Steildächer sind beständig: „Erst nach zirka 30 Jahren fällt beim Steildach Erneuerungsbedarf an. Das Flachdach beginnt bereits nach 15 Jahren in den Erhaltungskosten zu steigen. Weil diese Instandhaltung nach der ÖNorm B 3691 vorgeschrieben und somit möglicher Gegenstand der Versicherung ist“, sagt Studienverantwortlicher Dr. Iva Kovacic. Hersteller Prefa geht sogar mit der 40-Jahre-Garantie um ein Jahrzehnt über den von der Studie bestätigten durchschnittlichen Lebenszyklus des Steildaches hinaus.

Vom Trend profitieren

Die TU bestätigt Vorteile von Steildachkonstruktionen. Diese decken sich oft mit den Anforderungen heimischer Bauherren und Sanierer an ihr Dach überm Kopf. Laut Repräsentativumfrage von meinungsraum.at bevorzugen weit mehr als zwei Drittel der Wohnraumnutzer ein Steildach. „Mit den Ergebnissen der TU-Vergleichsstudie sind viele Bauchentscheidungen von Bauherren nun durch Fakten belegt. Skeptiker sollten sich vom Blickwinkel auf den Lebenszyklus der Dachkonstruktion und in den damit verbundenen Kosten- und Aufwandsfragen überzeugen lassen, den Fokus auf langfristige Planung zu legen“, sieht Roswitha Wachtler von meinungsraum.at die Ergebnisse aus dem Vorjahr bestätigt. Befragt wurden 1.000 Österreicher sowie 395 Hausbauer bzw. Sanierer.
„Immer mehr junge Architekten, Planer und Baumeister sehen im Bau eines Steildachs vor allem im ländlichen und alpinen Raum große Vorteile“, weiß man auch bei Prefa. Umwelt- und energiebewusstes Bauen, Energieeffizienz und Langlebigkeit – nicht nur bei Dächern, sondern auch bei Fassaden usw. – werden immer wichtigere Entscheidungskriterien. 95 Prozent der von meinungsraum.at Befragten legen auf Langlebigkeit großen Wert, für 90 Prozent sind die Kosten von entscheidender Bedeutung.
„Das Steildach belastet die Geldbörse der Bauherren auch längst nicht so, wie Flachdachverfechter kolportieren, im Gegenteil: Mittel- und langfristig betrachtet, erweist sich das Steildach sogar als kostengünstiger“, so Mike Bucher, Geschäftsführer von Prefa. „Das Steildach erzielt bei einer Lebenszyklusevaluierung in ökonomischer und ökologischer Hinsicht ähnliche bzw. sogar bessere Werte“, fasst die TU-Studienleiterin, Dr. Kovacic, zusammen.

Logisches Raumwunder

Unausgebaut bietet das Steildach auch eine „Platzreserve“, weil die Bruttogeschoßfläche erhöht werden kann, während ein Haus mit Flachdach bald an seine Grenzen stößt. Das unausgebaute Haus mit Steildach ist in der Errichtung geringfügig teurer, jedoch günstiger im Lebenszyklus, weil so gut wie wartungsfrei. Auch ausgebaute Steildächer bringen eine Kostenersparnis. Geht man von einem Einfamilienhaus mit der Grundfläche von 200 Quadratmetern aus, wird der Unterschied deutlich: Auf den Lebenszyklus ausgelegt, liegt die Ersparnis des ausgebauten Steildachs gegenüber dem Flachdach bei 83.300 Euro und einer Einsparung von 20 Tonnen CO2. Darüber hinaus erlaubt ein unausgebautes Steildach auch nach Jahren eine hohe Flexibilität beim Wohnraumausbau, weil die Bauklasse sich nicht ändert.
„Hinsichtlich der Gesamtkosten liegt das Haus mit Steildach also vorn: Durch das größere Platzangebot eines ausgebauten Steildaches beträgt die Ersparnis gegenüber dem Flachdach innerhalb des Lebenszyklus mehr als 400 Euro pro Quadratmeter“, rechnet Mike Bucher vor.

Traditionelle Optik

„Neben den architektonischen Vorteilen punktet gerade Prefa mit Zuverlässigkeit und solider Langlebigkeit, weil die Aluminiumeindeckungen nahezu korrosionsfrei und bruchsicher sind. Dazu tragen neben den guten Verformungseigenschaften auch temperatur- und witterungsbeständige Lackierungen bei, die zudem eine farbliche Gestaltung des Daches bzw. Anpassung an den restlichen Altbaubestand erlauben“, so Prefa-Chef Bucher. Steile Sache!

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