Ausgezeichnete Sanierungen

Beim diesjährigen Ethouse Award wurden vier Projekte ausgezeichnet. Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme würdigte sowohl die Einreicher und als auch die verarbeitenden Betriebe.

27.11.2013
Award
Redaktion Bauzeitung
© Michael Baumgartner

Die Sieger des diesjährigen Ethouse Awards konnten die Jury nicht nur durch gelungene Architektur, sondern auch durch ausgefeilte bautechnische Maßnahmen überzeugen.

Vier ausgezeichnete Projekte und elf Gewinner gab es beim diesjährigen Ethouse Award. Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme (QG WDS) würdigte nicht nur die Einreicher – wie Planer, Architekten, Wohnbaugesellschaften, private oder öffentliche Bauträger –, sondern auch die verarbeitenden Betriebe. Dadurch sollen Betriebe, die herausragende Leistungen vollbracht haben, vor den Vorhang geholt werden. Trotz der Verschärfung der Einreichanforderungen habe sich die Anzahl der Einreichungen nicht reduziert, so Clemens Hecht, Sprecher der QG WDS. „Auch die politischen Anforderungen sind gestiegen. Dass man aber trotzdem anspruchsvolle Architektur erzeugen kann, können wir mit dem Ethouse Award jedes Jahr unter Beweis stellen.“
 
Vier Siegerprojekte
Im Bereich „Einfamilienhaus“ siegte das Haus W. von Lost in Architecture. Die Sanierung einer Doppelhaushälfte mit Dachgeschoßausbau wurde aufgrund seiner hervorragenden Energieeffizienz und überzeugenden Architektur einstimmig mit dem Preis für die beste Einfamilienhaussanierung ausgezeichnet. Durch den umfangreichen Dachbodenausbau im Zuge der Sanierung konnte der Heizwärmebedarf von 200 kWh/m²a auf 48 kWh/m²a verbessert werden − das entspricht einer Reduktion um 81 Prozent.
 
Im Bereich Mehrfamilienhaus und Geschoßwohnbau wurden zwei Projekte gleichwertig prämiert. Im urbanen Bereich stellt die Wohnhausanlage der Stadt Wien (Wiener Wohnen am Kapaunplatz 7) laut Jury eine herausragende Lösung im dichten städtischen Umfeld dar. Als bestes Mehrfamilienhaus im ländlichen Umfeld punktet das Mietwohnhaus der Buwog in Klosterneuburg, Kierling, aus dem Jahre 1979. Nach der Sanierung entspricht das Projekt dem  Passivhausstandard mit einem Heizwärmebedarf von 9 kWh/m²a.
 
Der Sonderpreis „Gewerbliche Bauten“ wurde an das Projekt energieautonomes Stadthaus von Pauat Architekten verliehen. Das in den 1960er-Jahren als Wohnhaus errichtete Stadthaus wurde vollständig saniert und damit der Heizwärmebedarf von 150 auf 8 kWh/m²a reduziert.

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