Dass nichts so einfach aussieht, wie es erscheint, weiß Tischlermeister Anton Mohr aus Andelsbuch nur allzu gut. Sein Weg in das Holzhandwerk war nicht immer frei von Hindernissen – dabei war der Beruf des Tischlers für ihn schon seit Kindertagen ein Traumjob: Oft schaute er seinem Vater in der heimischen Werkstatt über die Schulter und entdeckte dabei seine Leidenschaft für das Handwerk. Nach Abschluss der Mittelschule Ende der 1960er-Jahre wählte Mohr jedoch zunächst noch eine kaufmännische Ausbildung. Als er sich nach seinem Abschluss im Jahr 1972 anschließend für eine Tischlerlehre entschied, habe das nicht jeder nachvollziehen können, wie sich der Tischler heute erinnert. „Eine handwerkliche Ausbildung hatte damals noch einen eher niedrigen Stellenwert. Davon habe ich mich aber nicht beirren lassen, sodass ich mich nach Abschluss der Handelsschule dazu entschieden habe, eine Tischlerlehre zu absolvieren.“

Massivholzstühle Tischlerei Mohr
„Unser neues Betriebsgebäude spiegelt unseren Anspruch an das Handwerk ideal wider“, erklärt Tischlermeister Anton Mohr. © Anton Mohr

Neben der Fertigung von Betten, Schränken und Tischen setzt sich Mohr bereits seit über zwanzig Jahren mit der Produktion von Stühlen auseinander. Bei der Entwicklung jener Möbel sei immer wieder ein langer Atem gefragt: „Manchmal kommt es vor, dass man ein sehr schönes Möbel entwickelt, sich aber nicht gleich ein Kunde dafür findet. Da braucht man dann einfach etwas Geduld.“ Ähnlich trug es sich zu, als Pedevilla Architekten aus Bruneck in Südtirol an ihn herantraten, um ihn mit der Entwicklung von Kinderstühlen für das Bildungszentrum Frastanz-Hofen nahe Feldkirch zu beauftragen. „Als ich die Wünsche des Kunden hörte, erinnerte ich mich an einen Entwurf für einen Stuhl, den ich schon länger in der Schublade liegen hatte. Es war ein schlichter Holzstuhl in einem zeitlosen Design – ich habe diesen dann den Architekten und den Lehrenden des Bildungszentrums gezeigt und dabei sehr viel Zustimmung erhalten.“

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