Glas-Know-how für mobile Solarenergiequelle

Das Glass Forum beherbergt die glasverarbeitende Sparte der Lisec Gruppe. Das 70-köpfige Team verarbeitet wirtschaftlich Flachglas – und baut damit das Betreiber Know-how des Maschinenbauers aus. Unter den Aufträgen befinden sich viele interessante Projekte, zum Beispiel die Herstellung der „Blätter” der „smartflower”.

22.02.2016
Glas
© smartflower energy technology GmbH

Im Glass Forum verarbeitet der Maschinenhersteller Lisec Flachglas und baut so sein Betreiber Know-how aus. Zu den spannendsten Aufträgen gehört derzeit die Herstellung der „Blätter” für die „smartflower”.

© smartflower energy technology GmbH

Die weltweit erste mobile autarke Energiequelle hat eine Kapazität von 3.400 – 6.200 kWh pro Jahr je nach Region. Die All-in-one-Photovoltaikanlage „smartflower” ist schnell zu montieren und kann beim nächsten Umzug einfach mitgenommen werden.

Die „smartflower” ist eine Erfindung vom österreichischen Unternehmen smartflower energy technology GmbH und ist weltweit die erste all-in-one autarke Energiequelle: Sie richtet morgens, wenn die Sonne aufgeht, vollautomatisch ihren 18 Quadratmeter großen Solarmodulfächer zur Sonne aus und beginnt sofort, Strom zu erzeugen. Sie ist mit einer zweiachsigen Sonnennachführung ausgestattet, wodurch die „Blätter” im Laufe des Tages mit der Sonne wandern. Die Kapazität einer smartflower liegt bei ca. 3.400 – 6.200 kWh pro Jahr je Region. Damit deckt eine Anlage den kompletten, durchschnittlichen Strombedarf eines Haushalts im mitteleuropäischen Raum. Der erzeugte Strom kann je nach Produkt entweder in ein Netz gespeist oder direkt lokal gespeichert und genutzt werden. Laut Hersteller erreicht die (Speicher-)Anlage einen Eigennutzungsgrad bis zu 100 Prozent (zum Vergleich: eine Aufdachanlage im Durchschnitt ca. 30 Prozent) und hält die Stromversorgung gleichmäßiger aufrecht als statische Aufdachanlagen. Gedacht sind smartflowers für private Haushalte aber auch für Kommunen, Einkaufszentren, Firmen, Hotels und Gastronomie.

Komplexe Blumenblätter. Jede smart-flower besteht aus zwölf Blättern. Ein solches Blatt schaut auf den ersten Blick unspektakulär aus. Andreas Winter, Geschäftsführer Glass Forum: „Kein Hersteller traute sich das zu, wir sind weltweit der einzige Glasverarbeiter, der den Auftrag annehmen wollte.“ Jedes Blatt ist 2,1 Meter lang und hat einen Durchmesser von 1,2 Metern. Winter: „Die Blätter bestehen aus zwei Millimeter dünnem Weißglas. Jedes Glas bekommt einen C-Schliff und wird danach vorgespannt.“ Und es ist genau diese Kombination, die produktionstechnisch nicht ohne ist. Winter weiter: „Wir verfügen über eine vertikale Bearbeitungsmaschine und können anschließend vorspannen – und das mit optimaler Batchbelegung – alles hochautomatisiert.“ Momentan stellt Lisec im Glass Forum etwa 1.200 solche Scheiben im Monat her. Winter nicht ohne Stolz: „Die Herstellung läuft wie am Schnürchen: Die Qualität passt, wir schaffen die Liefertermine und Ausschuss ist nahezu nihil. Über solche Aufträge, wo Lisec zeigen kann, was wir drauf haben, freue ich mich am meisten“.  

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