Die Regierung modernisiert einige Lehrberufe. Die größten Änderungen gibt es bei Tischlerei, Tischlereitechnik und Kunststoffformgebung. Ferner sind Zusatzmodule bei Metalltechnik und Mechatronik geplant, wie Arbeitsminister Martin Kocher und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (beide ÖVP) am 1. Juni 2022 im Pressefoyer nach dem Ministerrat bekanntgaben.

Konkret werden, wie der ORF berichtete, Tischlerei und Drechslerei zusammengeführt. Unterteilt wird dann zwischen allgemeiner Tischlerei und einem Drechslerschwerpunkt. Ebenfalls zusammengeführt werden die Lehrberufe Tischlereitechnik und Modellbauer. Künftig gibt es drei Schwerpunkte und damit drei vierjährige Ausbildungswege: Produktion, Planung und Modell- und Formenbau. Bei der Kunststoffformgebung wird ein Schwerpunkt im Upcycling und Recycling gesetzt.

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© Michael Liebert

Die Umsetzung der Änderungen bei den Holzausbildungen ist der Arbeit der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter geschuldet, die durch die Vorgaben des NQR (Nationaler Qualifikationsrahmen) im Hintergrund bereits länger an der Anpassung der Berufsbilder und Ausbildungswege arbeitet. „Durch die Zusammenführung von Tischlerei und Drechslerei stärken wir die Drechslerei als Lehrberuf. Den Modell- und Formenbau heben wir durch den eigenen Ausbildungsweg auf ein zeitgemäßes Niveau, das den modernen Erfordernissen der 3D-Techniken und der Bedeutung dieses vielfältigen und zukunftsträchtigen Bereichs entspricht“, sagt Gerhard Spitzbart, Bundesinnungsmeister der Tischler und Holzgestalter. (gh)

Durch die aktuellen Änderungen heben wir die Tischler-Lehrausbildungen auf ein zeitgemäßes Niveau.

— Gerhard Spitzbart, BIM der Tischler und Holzgestalter