Auf und Ab im Torgeschäft

Das Jahr 2013 brachte in Österreich überraschend stabile Geschäfte bei Industrietoren, aber weniger Umsatz mit Garagentoren.

25.04.2014
Redaktion Metall
© Assa Abloy

Crawford-Sektionaltor

Während die Sanierungsinvestitionen der privaten Haushalte im letzten Jahr dramatisch einbrachen, sind Ersatzinvestitionen bei Unternehmen offenbar eine fixere Größe, zumindest wenn es sich um Industrietore handelt. Der heimische Markt für Industrietore zeigte sich im vergangenen Jahr von der schlechten Baukonjunktur wenig beeindruckt: Am Jahresende 2013 lagen die Herstellererlöse am österreichischen Markt stabil bei 45 Millionen Euro (gegenüber 45,4 Mio. im Jahr 2012), berichtet der Branchenradar „Industrietore in Österreich 2014“ von Kreutzer Fischer & Partner. Verantwortlich für die überraschend positive Entwicklung war ein robustes Wachstum im Neubau (+4,3 % gegenüber 2012) bei gleichzeitig vergleichsweise geringem Rückgang (-1,7 % gegenüber 2012) im Austauschgeschäft.
Der Markt war im Jahr 2013 von signifikanten Anteilsverschiebungen zwischen den Produktgruppen geprägt. Umsatzrückgänge bei Rolltoren (-12 %) und Falttoren (-16 %) stehen deutlichen Zuwächsen bei Schnelllauftoren (+16 %) gegenüber. Stabil war das Geschäft mit Sektionaltoren.
Marktführer bleibt Hörmann vor Lindtpoitner und der neu konstituierten Assa Abloy Entrance System, unter der die ehemaligen Marken Albany, Crawford und Normstahl nun zusammengefasst sind.
 
Deutlich schwächer zeigte sich 2013 hingegen der Markt für Garagentore. Die Herstellererlöse schrumpften um mehr als sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet der aktuelle Branchenradar „Garagentore in Österreich 2014“ von Kreutzer Fischer & Partner.
Verantwortlich für diese negative Entwicklung sei primär ein einbrechender Sanierungsmarkt gewesen, erklären die Studienautoren. Im Vergleich zu 2012 schrumpfte das Austauschgeschäft um gut elf Prozent, im Neubau lag das Minus bei rund einem Prozent gegenüber 2012. Insgesamt setzten die Hersteller von Garagentoren im Jahr 2013 am österreichischen Markt 58,6 Millionen Euro um.
Die Ursache für die auffallend zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Eigenheimbesitzer lag einerseits am insgesamt schwachen Investitionsklima, andererseits am wetterbedingten späten Start der Bausaison. Da ab Mitte des Jahres die Handwerks-Kapazitäten ausgelastet waren und die Betriebe kein oder zu wenig zusätzliches Personal einstellten, wurde vielerorts der Austausch des Garagentores auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
In den Produktsegmenten kam es zu einem dramatischen Absatzeinbruch bei Schwingtoren, vor allem weil zwei Anbieter ihr diesbezügliches Angebot stark reduzierten. Wachstum stellten die Studienautoren indessen bei Rolltoren fest. Dominierend bleibt weiter das Decken-Sektionaltor. [red/kfp]

Metall

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