Bestens vorbereitet zur Weltmeisterschaft

In weniger als drei Wochen fällt der Startschuss zum härtesten Wettbewerb der Dachbranche: der IFD-Weltmeisterschaft Junger Dachdecker. Österreich wird diesmal wieder mit zwei Teams vertreten sein. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

05.10.2016
Redaktion Dach Wand
© Peter Amann

Das „Team Dachdeckung“ Martin Hartmann (links) und Markus Geist trainiert fleißig für die WM.

© Peter Amann

Die „Abdichter“ am Werk: Jan-Christian Granig (links) und Christoph Höller sind inzwischen ein eingespieltes Team.

© Peter Amann

Das vollständige „Team Österreich“ (hinten v. l.): Martin Hartmann, Markus Geist, Zaungast Gerhard Freisinger, Jan-Christian Granig und Christoph Höller, vorne die Mentoren Peter Amann (links) und Martin Meusburger.

Die Internationale Föderation des Dachdeckerhandwerks, kurz IFD, ist die weltweit höchste Interessenvertretung dieses Handwerks. Neben zahlreichen Sitzungen verschiedener internationaler Arbeitsgruppen treffen sich alle Mitglieder einmal jährlich zum IFD-Kongress  in wechselnden Mitgliedsländern. Der diesjährige Kongress findet vom 26. bis 29. Oktober in der polnischen Hauptstadt Warschau statt.
Während die Delegierten der Kommissionen „Abdichtung“, „Steildach und Fassade“, „Aus- und Weiterbildung“ sowie „Allgemeines“ tagen, werden die besten Nachwuchshandwerker bei der IFD-Weltmeisterschaft Junger Dachdecker ihr Können unter Beweis stellen. Dabei sind in den Kategorien Dachdeckung, Abdichtung und Metalldeckung sowohl Pflicht- als auch Küraufgaben zu bewältigen. Österreich entsendet wieder zwei Teams zur IFD-WM: In der Kategorie Dachdeckung starten mit Mentor Martin Meusburger die Dachdecker Markus Geist vom Lehrbetrieb Baldauf aus Doren (Vlbg.) und Martin Hartmann, beschäftigt bei der Firma Peter in Götzis (Vlbg.). Im Bewerb Abdichtung vertreten Österreich Christoph Höller (Tirol) und Jan-Christian Granig, Firma Kandussi (Kärnten), mit ihrem Mentor Peter Amann.

Hartes Training

Spät aber doch konnte mit dem Training gegen Ende September angefangen werden. Trainiert wird auf Modellen im Maßstab 1:1. Das Trainingslager für beide Teams befindet sich bei der Sika Österreich GmbH in Wolfurt. Zu Redaktionsschluss hatten die Teams bereits zwei Trainingseinheiten absolviert. Wir haben nachgefragt wie es läuft: „Die Aufgaben sind sehr anspruchsvoll und erfordern viel handwerkliches Geschick. Am ersten Wochenende wurde das Hauptaugenmerk auf die Verarbeitung von ,Multiplan’-Kunststoffdichtungsbahnen gelegt. Am zweiten Wochenende haben wir Flüssigkunststoff von Triflex verarbeitet. Zur Nahtverbindung verwenden wir Werkzeuge von Leister und Sievert. Die Firmen Villas, Rockwool, Eisenkies, Lamilux, Fakro und Haberkorn unterstützen uns tatkräftig mit Materiallieferungen“, berichtet Peter Amann, Trainer und Mentor des Flachdachteams.
Auch die ersten Trainings des Team Steildach standen ganz im Zeichen der Aufgabenerfassung und Aufteilung der verschiedenen Arbeitsschritte. Dabei gilt es einen kompletten Dachaufbau inklusive Dachfenstereinbau und aller Arbeiten am Dach zu bewältigen. „Wir wollen bei der WM in Polen wieder um eine Spitzenplatzierung kämpfen. Das erfordert von den beiden talentierten Junghandwerkern einen enormen Trainingsaufwand und perfektes Zusammenarbeiten. Beide sind sehr motiviert und mit Begeisterung beim Training dabei“, erzählt Trainer und Mentor Martin Meusburger. Das Steildach-Team wird dabei von den Firmen Bramac, Bohr Schleifprodukte, Fakro, Pfanner, Prefa, Skinfit, Stubai, Velux und Wienerberger bestens mit Trainingsmaterial unterstützt.

Der steirische Landesinnungsmeister-Stellvertreter Gerhard Freisinger hat die beiden Teams mit seiner Frau am letzten Trainingswochenende besucht und einen Eindruck vom Fortschritt des Trainings und der Teams gewonnen. Sein Resümee: „Die Burschen sind hoch motiviert, haben einen ausgezeichneten Ausbildungsstand und verstehen sich untereinander sehr gut. Das Motto der Teams mit den beiden Trainern „und jetzt allen Startproblemen zum Trotz“ zeigt mit welcher Intensität jetzt bis zur WM trainiert wird“.

Dann bleibt für uns nur mehr: Daumen drücken für unsere Teams bei der IFD-WM 2017. Alles Gute, Burschen!

Dach + Wand

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