Gemeinschaftliches Wohnen

Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs in Luxemburg konnte sich das Wiener Büro AllesWirdGut gegen die durchaus prominente, internationale Konkurrenz durchsetzen. Die Jury überzeugte das österreichische Büro mit seinem Projekt mit 2 großen und 2 kleinen Baukörpern und insgesamt 110 Wohnungen.

05.02.2016
Wettbewerb
Redaktion Architektur & Bau Forum
© AllesWirdGut

Wettbewerbssieger: Der Luxemburger Wohnbau Quartier du Parc / Kirchberg von AllesWirdGut

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Am nordöstlichen Rand eines Neubaugebietes gelegen öffnen sich die beiden langgestreckten Baukörper nach Süden hin zum Parc Reimerwee. Ihrer Orientierung und den vorgesehenen unterschiedlichen Mietformen verdanken die beiden Baukörper die Bezeichnung „zweieiige Zwillinge“. Gemeinsam verschmelzen sie zu einem kraftvollen Duo mit äußerlichen Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich dabei jedoch durch deren Innenleben. Vervollständigt wird der Komplex durch zwei punktförmige Baukörper, deren Differenzierung dem Gesamtensemble im Quartier du Parc eine heterogene, vielfältige Erscheinung verleiht.

Ort der Kommunikation

Sämtliche Wohnungen des straßenseitigen Riegels sind zum Park hin orientiert und verfügen über Balkon oder Terrasse. Die Maisonette-Wohnungen im Erdgeschoß werden über Vorgärten erschlossen. Zwei Treppenhäuser an der Straße, die als erweitertes Gemeinschaftshaus und zentraler Kommunikationsort mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten (Urban Gardening, Kinderwagenabstellplatz etc.) dienen, gelangt man in die Wohnungen der Obergeschoße. Als transparentes und luftiges Gartenhaus wird das Treppenhaus so zu einem angenehmen Schall- und Witterungsfilter. In den zum Park orientierten Häusern sind die vielseitig zugeschnittenen Wohnungen nach allen Seiten hin ausgerichtet. Das Treppenhaus wird hierbei im Staffelgeschoß zu einem Gemeinschaftsraum mit Terrasse, der als eine Kombination aus Bibliothek und Waschraum nutzbar ist. Auskragende Geschoßdecken kennzeichnen die horizontale Gliederung der Fassaden, im Bereich der Wohnräume erweitert sich das Band zu breiten Balkonen. Zusätzlich unterstreichen umlaufende Geländer den dynamischen Gesamteindruck. Eine besonders elegante Lösung sah die Jury in der kontrastierenden Oberflächengestaltung: die Wandteile sind in schwarzem Ziegel ausgeführt und stehen damit im Kontrast zu den hellen Balkonen.

Außerdem charakterisiert das Ensemble eine gewisse Großzügigkeit im Umgang mit den anzulegenden Freiräumen. Ein durchlaufender Gehweg verbreitert sich zu einer erhöhten Nachbarschaftsterrasse, der Anger zwischen den Häusern wird zum Treffpunkt für Bewohner und Nachbarn.

Planer

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