Keine Energiewende ohne "Wärmewende"

„Energiewende bedeutet in den Köpfen der Politiker und Bürger immer noch ´Stromwende`, aber ohne Wärmewende kann die geforderte Energiewende nicht gelingen“ - dies war eine der Kernbotschaften im Rahmen des kürzlich stattgefundenen 3. Wilo OEM Fachforum Österreich, an dem 75 Repräsentanten der Wärmebranche teilnahmen.

28.08.2015
Redaktion Gebäudeinstallation
© Wilo

Im Rahmen des "3. Wilo OEM Fachforum Österreich" trafen sich 75 Repräsentanten der Wärmebranche aus Österreich, Italien und Deutschland zum Gedankenaustausch.

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Pater Johannes Pausch vom Kloster Gut Aich (links im Bild) und Gerhard Laimer bei der Spendenübergabe

Die Teilnehmer aus Österreich, Italien und Deutschland, die heuer im Rahmen des Wilo-OEM-Fachforums bereits zum dritten Mal die Zukunft der Wärmeversorgung diskutierten, plädierten dabei vor allem für eine intensive Aufklärungsarbeit zur Wärme- und Energiewende.

„Die Energiewende kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn Wärme, die einen großen Teil des Energieverbrauches ausmacht, als unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende verstanden wird“, appellierte Gerhard Laimer, OEM Verkaufsleiter der Wilo Pumpen Österreich GmbH, an die Teilnehmer des Fachforums. Um das Bewusstsein für diese Fakten zu schärfen, bedarf es einerseits einer klaren Kommunikation, andererseits eines homogenen Auftretens der Wärmebranche. Nur gemeinsam würden die ambitionierten Ziele der zukünftigen Wärmebereitstellung für 2030 und 2050 erreicht werden können.

Erneuerbare Energien für Alle: Beispiel Wärmespeicherung
„Es ist heute bereits deutlich mehr mit erneuerbarer Energie möglich, als der Bevölkerung und den Fachbetrieben bekannt ist. Daher ist eine offensive Information extrem wichtig, um den Menschen aufzuzeigen, wie kostengünstig und einfach es ist, in den eigenen vier Wänden erneuerbare Energie einzusetzen“, appellierte Laimer. So würde sich beispielsweise aktuell Wärme wesentlich günstiger speichern lassen als Strom.

Die Teilnehmer informierten sich in 14 Fachvorträgen über aktuelle Trends und bereits in die Praxis umgesetzte Lösungen im Wärmebereich sowie Wärmespeichermöglichkeiten.

Der beim G7 Gipfel Anfang Juni 2015 in Deutschland von den führenden Industrienationen faktisch beschlossene Ausstieg aus Öl und Kohle bis 2050 gab dem OEM Forum positiven Aufwind für seine Anliegen. Allerdings waren sich die Teilnehmer einig: man solle sich nicht ausschließlich auf die Politik verlassen. Jede noch so kleine Eigeninitiative im Energiesegment sei willkommen und auch erforderlich.

Wilo als einer der führenden Pumpenspezialisten ist mit allen Energieträgern in Kontakt und hat damit eine verbindende Rolle im Wärmemarkt. Das Prinzip Nachhaltigkeit wird bei Wilo durch die ständige Weiterentwicklung der Produkte umgesetzt und im Unternehmen täglich gelebt. „Unser gemeinsames Ziel lautet, die Wärmebranche intensiv zu vernetzen und damit vorhandene Synergien noch besser zu nutzen“, ergänzt Gerhard Vogel MBA, Geschäftsführer der Wilo Pumpen Österreich GmbH.

Spendenaktion für das Hildegardzentrum des Klosters Gut Aich/St. Gilgen
Im Rahmen des OEM Fachforums wurde eine Spendenaktion zu Gunsten des Hildegardzentrums des Klosters Gut Aich in St. Gilgen durchgeführt. Es werden hier auch Patienten behandelt, die sich eine erforderliche Therapie nicht leisten könnten, wie z.B. Kinder und Flüchtlinge, die auf Grund ihrer Erlebnisse an einem schweren Trauma leiden.

Infos: www.wilo.at

 

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