Leben in ­Städten

03.05.2017

 

Jan Gehls Anliegen ist es, den öffentlichen Raum als bedeutsame Planungsdimension und akademisches Feld verstanden zu wissen. Die Erforschung des Lebens im öffentlichen Raum stellt für ihn sowohl ein städtebauliches Instrument als auch politisches Werkzeug dar.

Wenn sich der öffentliche Raum in seiner Vielschichtigkeit auch nicht programmieren lässt, so dient Gehls fast fünfzigjährige Dokumentation von Transformationsprozessen städtischer Umwelten dennoch als Grundlage dafür, Bedingungen zur Verbesserung urbaner Lebensqualität zu identifizieren. Quantitative Schätzungen und Hochrechnungen über Anzahl und Verweildauer von Personen an Orten bilden die Grundlagen seiner Analysen. Durch Tracking, Tracing und Mapping als eine Art Spurensicherung wird der Tagesablauf von Räumen erfasst.

Anhand anschaulicher Beispiele aus der Praxis, wie die Neugestaltung des Times Square oder die Umgestaltung von Nyhavn, einem kleinen Hafenarm Kopenhagens, wird Jan Gehls Herangehensweise gezeigt. „How to study public life“, so der Titel der englischen Originalausgabe, liefert wertvolle Methoden und ein solides Rüstzeug um Ballungszentren für den Menschen wieder attraktiver, nachhaltiger und vor allem lebenswerter gestalten zu können. Nun liegt der Bestseller von Jan Gehl und seiner Partnerin ­Birgitte ­Svarre erstmals auch als deutschsprachige Ausgabe vor.

Jan Gehl, ­Birgitte ­Svarre, (Hg.)
Leben in Städten.
Birkhäuser Verlag, ­Basel 2016, Edition Angewandte.
Deutsche Ausgabe des Bestsellers „How to ­study public life“ von Jan Gehl und Birgitte Bundesen-Svarre.
ISBN: 978-3-0356-1124-3

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