Lohndumping: Leichtere Strafvollstreckung im Ausland gefordert

√Ėsterreichs Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind weiterhin hauptbetroffen von Lohn- und Sozialdumping hereindr√§ngender Unternehmen. Bei der Kontrollt√§tigkeit der BUAK wurde zuletzt bei weniger als einem Prozent der kontrollierten inl√§ndischen Firmen der Verdacht auf Unterentlohnung ausgesprochen, bei ausl√§ndischen ¬≠Firmen bestand eine Beanstandungsquote von 44,5 Prozent. √Ėsterreich verf√ľgt bereits √ľber die sch√§rfste Gesetzgebung gegen Unterentlohnung in der EU. Diese trifft aber vor allem inl√§ndische Unternehmen, weil Strafen im Ausland kaum zu vollstrecken sind. Zur effektiven Bek√§mpfung von Lohndumping m√ľssen die Kr√§fte geb√ľndelt werden. So brauchen wir z. B. eine Schwerpunkt-Bezirkshauptmannschaft pro Bundesland, die sich zielgerichtet um s√§mtliche F√§lle von Lohn- und Sozialdumping k√ľmmert und die die Kommunikation mit den ausl√§ndischen Beh√∂rden f√ľhrt, sowie eine Konzentration der Finanzpolizei auf Betrugssysteme insbesondere aus dem Ausland. Parallel hierzu sollte die Finanzpolizei erm√§chtigt werden, ausl√§ndischen Sozialversicherungstr√§gern mitzuteilen, in welchem Ausma√ü der kontrollierte ausl√§ndische Arbeitnehmer laut Lohnunterlagen angemeldet war.

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