Neues Licht für die Beleuchtung

22.07.2013

Von: Redaktion Architektur & Bau Forum

Zum „energytalk“ diesmal zum Thema „Bauen nachhaltig beleuchtet“ hatten Anfang Juli die Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH und Odörfer Haustechnik GmbH das Joanneumsviertel Graz.

Dipl.-Ing. Carl Skela (Hausherr Joanneumsviertel), Mag. Dominik Alder (Produktmanager Xenon Architectural Lighting), Ing. Robert Pichler (GF TB Hammer GmbH), Mag. Susanne Schneider (GF Odörfer), Hofrat DI Dr.techn. Wilhelm Himmel (Nachhaltigkeitskoordinator Amt der Steiermärkischen Landesregierung), Robert Gratzel, MAS (GF lichtdesign Gratzerl), Gerhard Lernpeis (Leitung Niederlassung Odörfer)

Spannende Einblicke in verschiedenste Lichtquellen, die Entwicklung der Beleuchtung sowie in die Nachhaltigkeit der alpinen Ski WM Schladming gab eine vierköpfige Expertenrunde. Als Best-Practice-Beispiel und Veranstaltungsort lieferte das Universalmuseum Joanneum ebenfalls wertvolle Inputs, führte es doch die Umsetzung energieeffizienter Baumaßnahmen gleich direkt vor Ort exzellent vor Augen. Die abwechslungsreichen Vorträge zogen rund 250 Besucher in ihren Bann. Und durchwegs gute Stimmung herrschte dann beim anschließendem Sommerfest, dessen Schmankerlverkostung dem Motto „steirisch und guat“ gerecht wurde.

Von energiesparenden Beleuchtungsideen, der G`schicht vom Licht & Großevents
Wie wirkt Licht, was sieht der Mensch, was nimmt er optisch wahr? Wie hängen Licht und Beleuchtung zusammen? Diese Fragen stellte Lichtdesigner Robert Gratzel und beleuchtete Vor- und Nachteile diverser Lichtquellen und Beleuchtungsideen sowie entsprechende Energiesparmöglichkeiten. „Wir versuchen in unseren Lebens- und Arbeitsräumen die richtige Atmosphäre und Lichtstimmung zu erzeugen. Dazu ist es essenziell zu wissen, welches Leuchtmittel welches Szenario am Besten unterstreicht“, so der leidenschaftliche Tiroler Lichtplaner. Die Lichterzeugungstechnologie stellt eine abwechslungsreiche Bandbreite an Leuchtmitteln zur Verfügung. Von der Niedervolt-Halogenglühlampe über die Halogen-Metalldampflampe bis hin zu Led-Licht ist das Angebot vielfältig und zugleich unterschiedlich in der Wirkung.

Einen wertvollen Tipp gab Robert Gratzel und wertschätzte dabei die erfolgreiche Bauweise des Joanneumsviertels: „Wann immer Sie die Möglichkeit haben, ein neues Lichtprojekt zu beginnen, dann fragen Sie sich zuerst, wie Sie Tageslicht in ihre Räume bringen, bevor Sie über die verschiedensten Lichtquellen nachdenken, denn Tageslicht ist bis auf weiteres kostenlos“. Das Joanneumsviertel beeindruckte den renommierten Lichtplaner mit der bemerkenswerten Konstruktion der Lichtkegel, die vom Erdgeschoß in den unterirdischen Bau des Besucherzentrums eindringen und so auch im Kellergeschoß von Tageslicht durchflutete und helle Räume ermöglichen.

Baumeister Carl Skela, Leiter der Abteilung Baumanagement der Landesimmobilien-Gesellschaft mbH, skizzierte hierzu das Bauprojekt Joanneumsviertel. Er führte den Besuchern mit eindrucksvollen Bildern vor Augen, was es bedeutet, ein denkmalgeschütztes Gebäude mit unentdeckten Fresken zum größten kulturellen steirischen Bauprojekt der letzten Jahre zu machen. Um diesen neuen Kulturbezirk entstehen zu lassen, war eine Devise von ganz besonderer Bedeutung: „Fortschritt kann auch darin liegen, das Urtümliche zu erhalten“, so Skela.

Wie nachhaltig Sportevents der Zukunft sein können, zeigte Wilhelm Himmel am Beispiel der Ski WM Schladming. Der Nachhaltigkeitskoordinator der Steiermärkischen Landesregierung berichtete über den Vorreiter künftiger Großveranstaltungen samt Maßnahmen und Auswirkungen. Auf die Spuren des Lichts begab sich Dominik Alder, Produktmanager der XAL GmbH Xenon Architectural Lighting: Von den Anfängen der künstlichen Beleuchtung über die LED-Geschichte und deren Entwicklung bis hin zu den unterschiedlichen Leistungsklassen gab er einen informativen Einblick in sein Fachgebiet. Der energytalk hat an diesem Abend Emotionen und Atmosphäre geschaffen und für den einen oder anderen Lichtblick gesorgt, nicht nur in den Lichtkegeln des Joanneumsviertels.

„Wir sind erfreut, dass das Interesse am energytalk und am technologischen Fortschritt Richtung ressourcenschonender Zukunft so enorm ist. Der Besucherandrang spricht für sich und zeigt uns, dass wir am richtigen Weg sind, um verantwortungsvoll in die Zukunft zu gehen“, betonten die Veranstalter Mag. Susanne Schneider, geschäftsführende Gesellschafterin Odörfer Haustechnik GmbH, und Ing. Robert Pichler, Geschäftsführer Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH, abschließend.

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