Perfekte Symbiose

ACR
21.10.2014

Von: Redaktion Bauzeitung

Bei der diesjährigen Austrian Cooperative Research (ACR) Enquete, die ganz im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums stand, wurden die drei besten Projekte der Verschmelzung von Wirtschaft und Forschung ausgezeichnet. 

Alle Gewinner des diesjährigen ACR Kooperationpreises.

Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vergab ACR-Präsident Martin Leitl die „ACR Kooperationspreise 2014" im Rahmen der eigenen Enquete. „Die Ausgezeichneten leben vor, welche Erfolge Klein- und Mittelbetriebe gemeinsam mit Forschern erzielen können", so Mitterlehner, dessen Ressort die ACR seit 20 Jahren unterstützt und dafür über 53 Millionen Euro investiert hat. „Mit ihren 19 Instituten ist die ACR ein starker Partner des Mittelstandes und ermöglicht Forschung und Entwicklung auf Top-Niveau Die Institute und die mit ihnen vernetzten KMU unterstützen mit ihrem Know-how auch Leitbetriebe bei der Entwicklung neuer Technologien." Der Preis wurde mittlerweile schon zum neunten Mal vergeben und zeichnet nicht nur das Forschungsinstitut sondern auch das mitwirkende KMU aus.

Bauwerkssanierung aus der Steiermark

Viele Tunnel und Brücken aus Beton, die in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden, müssen jetzt generalsaniert werden. Das muss schnell und wirtschaftlich funktionieren und eine langfristige Lösung sein. Die steirische Baufirma Junger und die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie mit Forschungstochter Smart Minerals entwickelten ein neues Verfahren für die Instandsetzung von Beton, bei dem das Verbundverhalten zwischen Alt- und Neubeton entscheidend verbessert wird.

Antriebstechnik aus Vorarlberg

Leistungsstarke Hubsysteme können bis zu 100 Tonnen manövrieren und werden etwa in automatisierten Produktionsanlagen eingesetzt. Die Vorarlberger Antriebstechnikfirma Zimm verkauft Spindelhubgetriebe in die ganze Welt. Mit dem Forschungsinstitut V-Research optimierte sie deren neuralgischen Punkt, nämlich die Schneckenräder: Das Ergebnis ist eine Lösung, bei der Material und Herstellung kostengünstiger sind – bei gleichzeitig höherer Lebensdauer und Traglast.

Gebäudetechnik aus Salzburg

Bei jedem dritten neu gebauten Haus wird eine Pelletheizung eingebaut. Tendenz steigend. Die Salzburger Firma AWF arbeitet mit dem Linzer Forschungsinstitut IBS (Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung) an der Weiterentwicklung dieser Technologie. In einem aktuellen Projekt wurde zur Brandabschottung zwischen Pelletlagerraum und Heizraum ein vormontiertes und geprüftes Brandschutzpaket entwickelt. Damit ist eine effiziente und sichere Brandabschottung gewährleistet, und es sinken die Montagezeiten und -kosten.

60 Jahre neugierig

"Die Austrian Cooperative Research gibt es jetzt seit 60 Jahren“, zeigt sich Martin Leitl stolz. „Seit 1954 liefern die Forschungsinstitute, die sich unter dem Dachverband ACR organisieren, Forschung und Entwicklung vor allem für mittelständische Unternehmen. Die drei Projekte, die wir heuer auszeichnen, haben eines gemeinsam: Die Projektpartner arbeiten schon seit einigen Jahren zusammen.“ Zwischen den Unternehmen und den Instituten habe sich mittlerweile schon ein großes Vertrauensverhältnis aufgebaut und die Kommunikation verlaufe flüssig. Insgesamt setzen ACR-Institute jedes Jahr 500 größere Forschungsprojekte um und die Tendenz sei steigend. 

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