Sinnestäuschung und Fiktion

29.09.2014

Von: Redaktion Architektur & Bau Forum
Am 28. September öffnen anlässlich des Tags des Denkmals unter dem Motto „Illusion“ kostenlos rund 280 denkmalgeschützte Orte in ganz Österreich.
Skulptur von Anna Maria Kupper in St. Margarethen in Burgenland.

Illusion hat an diesem Tag viele Facetten: vom barocken Deckenfresko des Trompe-l’Œil-Malers Franz Anton Maulbertsch über sinnestäuschende Fassadengestaltung bis hin zu einer stilisierend-historisierenden Architektur wie Schloss Grafenegg oder der Wiener Zacherlfabrik im orientalischen Stil. Gemäß dem Thema erlauben dieses Jahr auch zahlreiche Bühnen einen wortwörtlichen Blick hinter die Kulissen. Andere Programmpunkte wollen mit Illusionen aufräumen oder zeigen das Kulturerbe mit den digitalen Mitteln virtueller Realität wie eine eigens entwickelte App der HTL Dornbirn. Nüchterne Realität zeigt hingegen der Stollen der Erinnerung an die Nazizeit im ehemaligen KZ-Nebenlager in Steyr-Münichholz. 1998 zum ersten Mal organisiert, ist der Tag des Denkmals in Österreich Teil der europaweiten und unter der Patronanz des Europarats stehenden Initiative „European Heritage Days“. Die Öffnung von sonst unzugänglichen, teilweise in Privatbesitz stehenden Denkmalen und Fachführungen soll zu einem offenen Umgang mit dem Kulturerbe anregen und den Blick auf Unentdecktes oder neue Perspektiven auf Bekanntes ermöglichen. Außerdem soll das Engagement Eigentümerinnen denkmalgeschützter Objekte für deren Erhaltung gezeigt werden. 

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