Sturschädel vs. Pfiffig: 3D-Druck ist die Zukunft

Meister Sturschädel und Meister Pfiffig im Hightechfieber. 

05.02.2020
Technologie
Michael Fischler
© Gustav Just

Meister Sturschädel:

Wo wird das alles noch hinführen? Wenn das so weitergeht, braucht es in Zukunft wahrscheinlich überhaupt keine Handwerker mehr, da wird alles von „Computerfritzen“ erledigt. Mit der 3D-Drucktechnologie kann man – so wie uns das eingeredet wird – auch alles produzieren.

Es bleibt eigentlich nur zu wünschen, dass es nicht so schnell möglich ist, auch die natürliche Maserung des Holzes, seine individuellen Farben bis hin zum Fühleffekt technisch zu lösen.
Der Tischler wird die Zukunft auch ohne diese Hochtechnologie überleben, davon bin ich überzeugt. Sollen sich die Spezialisten ruhig mit der 3D-Drucktechnik beschäftigen, ich hoffe, sie erleiden nicht allzu viele Rückschläge.

Meister Pfiffig:

Sollten Sie sich einmal im Internet verirren und da auf die 3D-Drucktechnik stoßen, dann können Sie sehen, wie weit diese Technologie schon fortgeschritten ist. In China und Russland werden schon ganze Häuser in diesem Verfahren hergestellt und das schon mit einem großen Anteil an biologischen Baumaterialien. In Skandinavien druckt man schon die Fenster, zwar aus Kunststoff aber schon mit Maserungseffekt. Im Modellbau ist es schon völlig normal, und Sitzgelegenheiten und Tische werden auch schon ganz perfekt produziert.

Nun ist mir schon klar, dass wir nicht auf diese Technologie umstellen werden, aber man könnte doch die wesentlichen Vorteile davon übernehmen. Gerade im Modellbau, in der Detailplanung, als Formvarianten, aber auch als Planungshilfsmittel lassen sich solche innovativen Produkte ganz sicher perfekt einsetzen.

Denken wir doch einmal einige Jahre zurück, da hat doch niemand geglaubt, dass die Planung komplett digital abläuft – von der Skepsis den CNC-Maschinen gegenüber ganz zu schweigen. Heute ist das eigentlich alles im Alltag integriert.

Beim Bau von Prototypen, von detaillierten Bauteilen, von Spezialsituationen und sicher noch in vielen anderen Teilbereichen lässt sich diese Technologie ganz optimal nutzen. Noch dazu kommt man dabei vielleicht auf ganz andere Techniken, handelt es sich beim 3D-Druckverfahren ja im Prinzip um das genaue Gegenteil unserer Zerspanungstechnologie.
Experimentieren kann ja auch für uns eine ganz neue Erfahrung sein. Und den Fuß in der Tür zu haben, hat sich immer schon als recht brauchbar erwiesen. Wir schreiben ja schon das Jahr 2020, und gerade in der nächsten Zeit werden sicher noch mehr hochtechnisierte und hochintelligente Dinge auf uns Produktionsbetriebe zukommen, da darf man wohl mit der Zeit gehen, man muss ihr ja nicht gleich vorausgaloppieren. Ich wünsche euch dazu das nötige Glückshändchen. 

Tischler

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