Wiener Staatsoper

Für alle Eventualitäten gut gerüstet

Innenarchitektur
12.02.2021

Von: Redaktion Handwerk + Bau
Aktualisiert am 03.03.2021

Das neue Besucherzentrum der Wiener Staatsoper kann durch das offene Konzept von BWM Architekten, ähnlich wie eine Bühne, flexibel an verschiedene Anforderungen angepasst werden.

Das neue Besucherzentrum der Wiener Staatsoper: Durch das offene Konzept sehr Wandlungsfähig.

Das Wiener Architekturbüro BWM Architekten hat für das neue Besucherzentrum in der Wiener Staatsoper ein offenes Konzept für eine vielseitige Verwendung entwickelt. Unter dem Motto „Ein Raum wie eine Bühne“ wurde im Erdgeschoß ein repräsentativer Raum, der als Treffpunkt für die Musikwelt dienen und die Grenzen zwischen Hochkultur und städtischem Leben aufheben soll, geschaffen.

Zentrales Element ist ein zwanzig Meter langer Tresen, der mittig in der historischen Säulenhalle platziert wurde. Dieser schafft die Möglichkeit, den Raum für unterschiedliche Aktivitäten zu nutzen. Tagsüber konzentrieren sich hier Ticket-Verkauf, Service und Information. Im Laufe des Tages verwandelt sich der Raum, wie eine Bühne, in eine elegante Bar für die Wiener Klassikszene.

Wunderbar wandelbar

Der vielfältige Einsatz des Tresens ergibt sich aus den drei unterschiedlichen Tischbereichen. Ein zusätzliches halbrundes Bar-Element, in der gleichen Beschaffenheit wie der Tisch, zur Ausgabe von Getränken schließt den Raum nach hinten hin ab. Sozusagen eine natürlich Erweiterung des traditionellen Opernbuffets, als Einladung für die Gäste nach Ende der Aufführung den Opernbesuch stimmungsvoll ausklingen zu lassen. Passend zum Stil des Tisches, der aus einer Platte aus dunkelgrünem Marmor, einem Rock aus Messing im oberen Teil und gebeiztem Eichenholz im unteren Teil besteht, finden sich bei den Fenstern Sofas und Sitzbänke in grünem Samt. An den Wänden wurden sogenannte Spion-Spiegeln, die optisch den ursprünglichen Spiegeln gleichen, angebracht. Über dahinterliegende Screens kann Info-, Bild- und Videomaterial eingeblendet werden.

Weitere Besonderheit, neben der Verwendung hochwertiger Materialien wie Stein, Messing und Holz, ist die individuell verstellbare Raumbeleuchtung. Dafür wurde mit Lichtdesigner Christian Ploderer ein geschwungenes Lusterband aus Messing entwickelt. Mit 270 LED-Lichtrohren aus Mattglas kann die Lichtfarbe nach Belieben verändert werden, um so das Ambiente je nach Bedarf anzupassen.  Durch diese stilvolle, offene Gestaltung kann der gesamte Raum auch für Premierenfeiern oder Vermietungen genutzt werden.

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Architektur