Duale Ausbildung

Neue Facharbeiter*innen-Intensivausbildung

Ausbildung
06.07.2021

Von: Redaktion Tischler Journal
Aktualisiert am 06.07.2021

Der Lehrbetrieb Lorenz- Müller-Gasse der Jugend am Werk Bildungs:Raum GmbH führte im Auftrag des AMS Wien die Facharbeiter*innen-Intensivausbildung im Berufsfeld der Tischlerei durch. Erstmals mit dabei war die Berufsschule Holz, Klang, Farbe und Lack.

Werkstück von Michael Zimmermann

Das Erfolgsmodell entstand unter der Leitung von Barac Milan vom Lehrbetrieb Lorenz- Müller-Gasse der Jugend am Werk Bildungs:Raum GmbH und dem AMS Wien. Es entstand eine enge Zusammenarbeit aller Trainer*innen und Pädagog*innen, welche zum Vorteil für die Auszubildenden zeigte, dass eine duale Ausbildung, mit gut abgestimmten Kompetenzbereichen, auch im Rahmen einer Facharbeiter*innen-Intensivausbildung ausgesprochen erfolgreich ist.

Werkstück von Alexander Steinböck

Mit Gesellenstücken zur LAP

Ziel war es von Beginn an, die zu schulende Gruppe von Erwachsenen mit ihren eigenen, selbst entworfenen Gesellenstücken zur LAP antreten zu lassen. Ein sehr engagiertes Team ermöglichte diesen mutigen Schritt in einem verhältnismäßig kurzen, intensiven Ausbildungszeitraum. Die Teilnehmer*innen waren von Anfang an mit eingebunden und kannten ihr Ziel sowie die Möglichkeit, auf diese Weise einen wesentlichen Schritt in ihr zukünftiges Berufsleben zu setzen.

Dadurch ergab sich - nach der allgemeinen, gemeinsamen Grundausbildung - ein sehr lebendiger und abwechslungsreicher Unterricht und ein gegenseitiges Lernen, da die Besonderheiten des fachlichen Schwerpunktes bei jedem/r Teilnehmer*in anders gelagert waren. Es wurde der Umgang mit modernen Maschinen und Materialien, diefachspezifischen Gegenstände wie Fachkunde, Fachzeichnen und Konstruktionslehre, Werkstätte und Produktionstechnik, Bautischlerei, CNC-Technologie und Fertigungstechnik unterrichtet bzw. ausgebildet, und dies immer in enger Abstimmung der Ausbildungspartner.

Das Ergebnis der Lehrabschlussprüfung am 9.6.2021 mit dem Hintergrund der selbstgewählten Gesellenstücke war: zweimal ein „Ausgezeichneter Erfolg“, viermal ein „Guter Erfolg“ und für alle anderen „Bestanden“. „Trotz der schwierigen Umstände, konnten wir dank einer tollen Gemeinschaft und zahlreichen Unterstützern, die Ausbildung positiv abschließen. Wir freuen uns nun auf unseren Berufsalltag.“, so die Gruppe nach erfolgreichem Abschluss.

Über die Werkstücke

Die gefertigten Werkstücke sind selbst entworfene Gesellenstücke – sogenannte „freiwillige Gesellenstücke“. Das heißt jeder Auszubildende plant und fertigt sein Gesellenstück. Es gab nur geringfügige Einschränkungen zu den Entwürfen der Werkstücke – z.B. Größe und Holzverbindungen, welche seitens der Prüfungskommission festgelegt wurden – sonst war Freiheiten in alle Richtungen gegeben.

Mit dem Entwurf und Ausfertigung der Arbeiten konnten die Auszubildenden ihre handwerkliche Fähigkeiten, die sie im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule erworben haben, zeigen. Durch die Freiheiten bei der Gestaltung und Entwurf bekamen die Gesellenstücke eine ganz persönliche Note. Maßgeblich war auch die Entscheidungskompetenz über Nutzen, Konstruktion, Materialauswahl und Wissen über Fertigungsprozesse.

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