Konsumverhalten nach der Krise: Geld sparen oder ausgeben?

Eine aktuelle Umfrage hat erhoben, wie die Menschen nach der Coronakrise ihr Geld ausgeben wollen.  Auch Möbel stehen auf der Wunschliste der Konsumenten.

14.04.2020
WKO
© KangeStudios/GettyImages

Wie wär´s mit einer Küche oder neuen Möbeln nach der Krise? Eine aktuelle Umfrage hat das Konsumverhalten der Österreicher untersucht.

57 Prozent der Österreicher geben derzeit weniger Geld aus als vor der Krise – das hat eine aktuelle Umfrage des Gallup-Instituts ergeben. Für die repräsentative Befragung haben die Meinungsforscher bei 1000 Österreichern zwischen 2. und 5. April erhoben, wie die Coronakrise das Konsumverhalten ändert – und ob die Kunden geplante Einkäufe nach Aufhebung der Beschränkungen im Handel nachholen werden.

Immerhin mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, ihr Geld nach Ende der Corona-Krise zwar teilweise ausgeben, aber zu einem Gutteil auch anlegen zu wollen. Und elf Prozent wollen es zur Gänze sparen oder in Finanzprodukten anlegen.

Generationenfrage

Dabei gibt es in den Antworten altersabhängige Unterschiede. Offenbar hat die ältere Generation eine höhere Bereitschaft, das Versäumte nach der Krise nachzuholen: In der Altersgruppe der 61- bis 70-Jährigen beabsichtigen 18 Prozent, nicht verwendetes Geld zur Gänze auszugeben, in der Altersgruppe über 71 Jahre sogar 22 Prozent – gegenüber dem Bevölkerungsschnitt von zwölf Prozent. Die geringste Bereitschaft dazu, oder die größte Vorsicht, zeigt sich bei der Gruppe der 31- bis 40-Jährigen mit sechs Prozent.

Was geschieht mit dem Geld, das jetzt weniger ausgegeben wird?

Jene Befragten, die ihr Geld nicht sparen oder anlegen und für später Ausgabebereitschaft signalisieren, haben folgende Präferenzen: 46 Prozent wollen das im Bereich Reisen/Urlaub tun, 44 Prozent beabsichtigen Ausgaben im Bereich Gastronomie.

42 Prozent planen „für die Zeit danach“ die Anschaffung von Kleidung und Schuhen, 40 Prozent den Einkauf von Lebensmitteln, 34 Prozent den Kauf von Pflanzen und Gartenartikeln. Dann folgen Baumarkt-/Heimwerkerartikel (25 Prozent), Kosmetika und Hygieneartikel (20 Prozent), Bücher (17 Prozent) – sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände (15 Prozent).

Auf den Plätzen, aber noch mit einer Kaufabsicht im zweistelligen Prozentbereich, folgen die Anschaffung von Auto oder Motorrad (13 Prozent), Sportartikeln (12) sowie Computer und Computerzubehör (11 Prozent).

Die Auswertung für den Wirtschaftsbereich Handel erfolgte durch Gallup im Auftrag der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich . (red/wkö/gallup)

Tischler

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