Mineralwerkstoff

Hygienisch und beliebig formbar

Flüssigkunststoff
22.04.2021

Von: Redaktion Handwerk + Bau
Aktualisiert am 22.04.2021

Porenlosigkeit und Säurebeständigkeit machen Mineralwerkstoff zum idealen Material für Küche, Bad und den Gesundheitsbereich. Der in der Produktion flüssige Werkstoff kann in fast alle beliebigen Formen gebracht werden.

Mineralwerkstoff gehört zu den innovativsten Werkstoffen. Das Gemisch aus Kunststoff und Mineralien ist im Rohzustand flüssig und lässt sich dadurch in so ziemlich alle gewünschten Formen gießen. Die gewünschte Härte erhalten die Produkte durch das Trocknen, das mitunter in zwei Arbeitsschritten erfolgen kann. Es gibt aber noch eine zweite Verarbeitungsmethode: Dabei wird vereinfacht ausgedrückt eine Mineralwerkstoff-Platte über eine Form gestülpt und thermisch verformt.

Hohe Widerstandsfähigkeit

Die Einsatzbereiche sind vielfältig. Aufgrund der Porenlosigkeit und der Säurebeständigkeit eignet sich der Mineralwerkstoff besonders gut für den Gesundheitsbereich, wie beispielsweise Krankenhäuser, Arztpraxen und Labore, sowie für Küchen und Bäder. Aber auch in der Gastronomie und im Innenausbau hat sich Mineralwerkstoff schon bewährt.

Die Oberfläche ist homogen und zu hundert Prozent hygienisch – wie Stein, nur angenehmer und wärmer bei der Berührung. Weitere Pluspunkte sind die Widerstandsfähigkeit, die Langlebigkeit und die einfache Verarbeitung. Die Produkte können daher mit gängigen Standard-Werkzeugen, wie Kreissäge, Stichsäge oder Flex, auf die erforderlichen Abmessungen genau angepasst werden.

Sehr gute Hygieneeigenschaften

Duschwanne Oslo aus Mineralwerkstoff von Repabad.

Mineralwerkstoff ist daher eine sehr gute, wenn auch etwas teurere Alternative zu Stahl-Email, Acryl und Keramik. Im Gegensatz zu Naturstein ist Mineralwerkstoff aber günstiger und um vieles leichter. Für die regelmäßige Pflege reichen in der Regel klares Wasser und ein Tuch. Bei leichteren Verschmutzungen wird meistens Seifenwasser oder mildes Spülmittel empfohlen.

Der in den 60er-Jahren vom amerikanischen Konzern DuPont entwickelte Mineralwerkstoff wird mittlerweile von vielen Herstellern, vorrangig für Waschtische und Wannen, genutzt. Unter anderem vom deutschen Familienunternehmen repabad, das Badewannen, Whirlpools, Duschwannen, Waschtische und Bademöbel herstellt. Ein Beispiel ist die Duschwanne Oslo, die aus 3 cm Mineralwerkstoff gefertigt wird, in der Farbe Arctic White. Auf Wunsch kann sie mit einer rutschhemmenden stepCare Antirutschbeschichtung (Bewertungsgruppe B nach DIN 51097) ausgestattet werden und eignet sich so auch für den Einsatz in Hotels sowie Alten- und Pflegeheimen. Der spezielle Mineralwerkstoff-Montagerahmen ermöglicht eine Einbauhöhe von 8,5 bis 22 cm inklusive Duschwanne. (ar)

Die Vorteile von Mineralwerkstoff im Überblick:

• Gute Formbarkeit – von Vorteil für besondere Designs

• Oberfläche homogen – glatt und leicht zu reinigen

• Oberfläche sehr hygienisch – gut gegen Schmutz und Bakterien

• Oberfläche fühlt sich wärmer als Stein an

• Hohe Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit

• Einfach in der Verarbeitung – bei Anpassung und Montage

• Produkt aus einem Guss – somit ohne Fugen und Nähte

• Sehr stabil, d.h. formbeständig

Branchen
Haustechnik