Tiroler Edelschmiede: Aus Schrott wird Kunst

Tiroler Edelschmiede
02.09.2019

 

Ein Kunstprojekt in Kössen verwandelt Müll in Kunst. Die Tiroler Edelschmiede setzte die Entwürfe der internationalen Künstler um. 

Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede, hat eine Skulptur zum Thema Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung in Kössen am Schrott-Skulpturenweg ausgestellt.

Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede, hat eine Skulptur zum Thema Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung in Kössen am Schrott-Skulpturenweg ausgestellt.

„Das Projekt ‚Transformationen‘ in Kössen hat mich sofort begeistert. Metall ist mein Material. Meine Skulptur ist eine Auseinandersetzung mit den Themen Rohstoffe und Recycling“, erklärt Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede. „Transformationen“ heißt das Kunstprojekt in Kössen, Tirol, das sich mit Müll und seiner Problematik beschäftigt. Schwentners Werk „DNA" ist ein kritischer Blick auf die Industriegesellschaft und ihren Umgang mit dem Werkstoff Metall. Die DNA-Stränge aus Altmetall symbolisieren Zwischenstationen des Materials und zeigen die Notwendigkeit auf, den Rohstoff wiederzuverwerten. 

Kunst, Kreativität und Können

Neben seinem persönlichen Beitrag hat sich Schwentner mit seinem Unternehmen, der Tiroler Edelschmiede, an dem Projekt beteiligt.. „Wir arbeiten immer wieder mit Künstlern zusammen und setzen deren Entwürfe um. Bei diesem Projekt haben wir auch die Skulpturen an ihren vorgesehenen Plätzen errichtet und die Beschilderungen für einen Rundgang mit Schautafeln montiert", sagt Schwentner. „Das Projekt wird fortgesetzt und wir stehen mit unseren Know-how auch weiterhin Künstlern zur Seite, wenn es darum geht, ihre Visionen und Ideen zu realisieren." Die Skulpturen aus dem Projekt stehen entlang der Ache in Kössen und sind mittlerweile ein viel beachtetes Ziel für Einheimische und Besucher.

Jahrelang Verborgenes wird zu Kunst

Ursprünglich ist das Kunst aus einem Bauprojekt entstanden: Entlang der Ache in Kössen waren Bauarbeiten notwendig, um einen Hochwasserschutz für die Gemeinde zu errichten. Im Zuge dieser Arbeiten wurde eine alte Müllhalde entsorgt. Die ehemalige Deponie befand sich in einer parallel zur Ache liegenden Grube. An dieser Stelle wurde der neue Flusslauf der Ache fixiert.Hartmuth Brinkmann, Obmann der Kulturschmiede Kaiserwinkl, startete angesichts der Unmengen an zutage gefördertem Schrott und Abfall die „Transformationen". Aus Müll erschufen rund 20 Künstler aus Österreich, Deutschland und dem Iran Werke zum Nachdenken. Die Altlasten erhielten im Zuge des Projekts eine neue Bedeutung. „Es wurde heiß diskutiert über die Aktion. Vielen war es nicht recht, dass Schrott und Müll derart sichtbar präsenterit werden. Mittlerweile kommen aber Touristen nach Kössen, um genau diesen „Müll" zu sehen", freut sich auch Schwentner über das gelungene Projekt. 

Branchen
Metall