Raiser Innovationspreis ausgeschrieben

Der Innovationspreis für Reibschweißen geht heuer in die sechste Runde.

24.04.2020
Schweißtechnik
© Klaus Raiser GmbH & Co. KG

Den letzten Raiser Innovationspreis erhielt 2019 Anna Regensburg (Mitte) für ihre Arbeit zur verbesserten Herstellung von elektrischen Kontakten mittels einer Variante des Rührreibpunktschweißens. Im Bild zusammen mit Dr. Elmar Raiser (Zweiter von links) und der Jury.

© Klaus Raiser GmbH & Co. KG

Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 31. Oktober 2020.

Die deutsche Klaus Raiser GmbH und Co. KG sucht wieder nach klugen Köpfen mit effizienten Ideen und Strategien, um die Weiterentwicklung des Reibschweißverfahrens sowie die Förderung und Unterstützung von Forschungsprojekten voranzubringen. Arbeiten können noch bis zum 31. Oktober 2020 eingereicht werden.        

Gesucht werden effiziente Ideen und Strategien: Vielfältige Werkstoffkombinationen, hochwertige Schweißnähte, leicht reproduzierbare Qualitätsstandards und sehr kurze Taktzeiten – die Vorteile des Reibschweißens sprechen für sich. Dabei ist das Prinzip, das hinter dem Verbindungsverfahren steckt, recht einfach: Reibung und Druck sind die Zutaten für die feste Verschweißung von Fügeteilen. Diese Einfachheit biete laut Raiser ein enormes Potenzial in der Entwicklung. „Leider wird hier nur sehr wenig geforscht. Deswegen haben wir anlässlich unseres 40-jährigen Firmen-Bestehens den Innovationspreis gestiftet. So wollen wir die technischen Entwicklungen auf diesem Gebiet fördern“, so Elmar Raiser, Geschäftsführer der Klaus Raiser GmbH & Co. KG.

Bisherige Gewinner des alle zwei Jahre ausgeschriebenen Innovationspreises erhielten die Auszeichnung u.a. für die Entwicklung eines vollautomatischen Schweißverfahrens für Pipelines, für das lineare Reibschweißen von hochfesten Kettengliedern, für die Entwicklung des Reibquetschschweißens und für  die erstmalige Herstellung eines Treibgastanks aus Titan für die Raumfahrt mittels Rührreibschweißen. „Den bisher letzten Preis erhielten Anna Regensburg und Prof. Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann von der Technischen Universität Ilmenau 2019 für ihre Arbeit zum ‚Rührreibpunktschweißen von Aluminium-Kupfer-Verbindungen unter Nutzung der eutektischen Reaktion‘“, so Elmar Raiser.

Die Bewerbungen seien sowohl von Nachwuchskräften, wie auch von erfahrenen Fachleuten willkommen, die einen fortschrittlichen Beitrag zu Reibschweißprozessen präsentieren wollen. Das können Einzelpersonen, Firmen oder Institutionen sein, die sich mit der zukunftsträchtigen Technik beschäftigen. Bei der Beurteilung durch eine unabhängige, fünfköpfige Fachjury kommt es neben dem wissenschaftlichen Gehalt vor allem auch auf den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt für das Reibschweißen an. Außerdem spielen Qualitäts-, Umweltschutz- und Arbeitssicherheitsaspekte eine Rolle. Dem Siegesprojekt winkt ein Preisgeld von 2.000 Euro.

Weitere Informationen unter www.raiser.de

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