Zutrittslösungen

Sesam öffne dich!

Maximale Sicherheit, hoher Komfort und sorglose Technik: Moderne Öffnungs- und Schließtechniken für Fenster und Türen setzen Standards im Bereich intelligenter Gebäudesteuerung.

27.04.2021
Top-Artikel Maler
Christina Mothwurf
27.04.2021
© EVVA
Via SMS wird der Zugang zum Daheim oder Shared-Office zum Kinderspiel.

Gute Neuigkeiten für chronische Schlüsselverlierer und vergessliche Lüftungsfreaks: Moderne Öffnungs- und Schließtechniken machen den Zugang zum Home sweet home jederzeit möglich. Der Trend weg vom klassisch-mechanischen Schließsystem hin zu smarter Technik bietet mehr Komfort und Sicherheit für die eigenen vier Wände und ihre Bewohner – durch innovative Systemlösungen wird auch die Implementierung immer leichter durchführbar. Das steigende Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung fordert zusätzlich Lösungen für die Außenhautsicherung von Gebäuden. Dazu zählen auch durchdachte Technologien für die zuverlässige Fensterüberwachung, die zeitgleich wichtige Aufgaben im Smart-Home-System des Hauses übernehmen.

Safety first

Wenn es um den ungestörten und sicheren Blick geht, schafft der westfälische Fensterprofi Winkhaus Lösungen, die nicht nur schlau, sondern auch fast unsichtbar sind: Von außen kaum zu erkennen, sorgen die Verschlusssensoren für eine elektronische Überwachung der Fenster. Das Programm umfasst Sensoren, die am Rahmen sitzen und über Kontaktgeber am Fensterflügel geschaltet werden. Einige dieser Kontaktgeber können in den Fensterbeschlag integriert werden, und daher ein nur angelehntes von einem wirklich verriegelten Fenster unterscheiden. Die reine Öffnungsüberwachung wird dagegen mit einem starren Kontaktgeber erreicht. Dieser ist beschlagsunabhängig und kann für jedes Fenster verwendet werden. Ganz egal, ob Nachrüstung oder Neubau – individuelle Lösungen werden durch Funkstandards oder kabelgebundene Systeme zur Verfügung gestellt. Der Vorteil: Beide können durch geeignete Schnittstellen in die Gebäudeleittechnik integriert werden. Basierend auf Reedkontakte, die mit einem Magneten ausgestattet sind, lassen sich die Funkkontakte so mit anderen intelligenten Komponenten im Haus vernetzen, wie zum Beispiel der Heizungsregelung. Damit kann unter anderem eingestellt werden, dass sich der Heizkörper automatisch abstellt, wenn das Fenster offen ist.

Die verdeckt liegenden Funkkontakte von Winkhaus arbeiten kabellos und sind leicht vom Fachmann zu montieren.
© Winkhaus

Einbau leicht gemacht

Die kabellose Technologie wird in zwei Varianten angeboten: als verdeckt liegende Funkkontakte, die im geschlossenen Zustand des Fensters unsichtbar sind und als aufliegende und energieautarke Lösung mit Solarzelle. Der kabellose Funkkontakt wird dabei im Fenster montiert, auch die Nachrüstung an gängigen Fenstern aus Holz und Kunststoff ab einer Falztiefe von 24 mm ist problemlos möglich – und das unabhängig vom Beschlagsystem. Das Öffnen und Schließen wird über eine App via Knopfdruck gesteuert – Voraussetzung ist hier das Winkhaus-Beschlagssystem activPilot Comfort PADM.

Für Frischluft-Aficionados

Gerade in Zeiten der Aerosol-Belastung in Innenräumen ist regelmäßiges Lüften eine der wesentlichen Corona-Schutzmaßnahmen. Dabei lässt sich die Frischluft-Zufuhr mittlerweile wirklich intelligent planen – und das ohne unangenehme Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Zugluft oder Außenlärm. „Schlöffnen“ nennt Winkhaus die Möglichkeit, die Parallelstellung des Fensters als innovative Öffnungsfunktion zu nutzen: Dabei stellt sich der Fensterflügel zum Lüften um einen umlaufenden Spalt von rund 6 mm vom Rahmen ab. Voraussetzung sind die Fensterbeschläge activPilot Comfort. Beim „Schlöffnen“ lässt das Fenster frische Außenluft hinein und ist gleichzeitig geschlossen genug, um vor Eindringlingen schützen zu können. So kann ein gesundes Raumklima geschaffen werden, das Bauschäden durch Pilzbefall vorbeugt. Die Fensterstellung kombiniert eine natürliche und energiesparende Lüftung mit wirksamem Einbruchschutz bis RC2. Zudem schützt das geschlöffnete Fenster besser vor Schlagregen und Außenlärm als ein gekipptes. Dasselbe gilt übrigens auch für das Eindringen von Insekten. Mit den speziellen Beschlägen können inzwischen die unterschiedlichsten Fenster aus Kunststoff, Holz oder Aluminium ausgerüstet werden - sogar barrierefreie Fenster und Fensterschiebetüren können ganz einfach mit der Technologie ausgestattet werden.

Beim „Schlöffnen“ stellt sich der Fensterflügel zum Lüften um einen umlaufenden Spalt von rund 6 mm vom Rahmen ab.
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Alternative für Lüftungsanlage

Besonders komfortabel ist ein motorisch gesteuertes Fenster, das mit dem Beschlagsystem activPilot Comfort PADM ausgestattet ist. Es öffnet sich auf Wunsch auch von selbst in die Parallelabstellung und schließt ganz selbsttätig wieder. Deswegen kann es auch als Alternative für Lüftungsanlagen gemäß DIN 1946-6 eingesetzt werden. Die Steuerung erfolgt über sein Touchpanel oder via Fernbedienung – geeignet ist die Technik deshalb auch für schwer zugängliche Fenster, wie beispielsweise die Oberlichte oder das Dachfenster im Treppenhaus. Zusätzlich kann das System mit Luftgütesensoren für Temperatur oder CO2 ergänzt werden, die eine Belüftung automatisch einleiten, wenn der Sensor anspringt. Raumlufttemperatur und Luftfeuchtigkeit werden so stabil gehalten.  

Die Fensterüberwachung funktioniert via App – mit dem passenden Beschlagssystem lassen sich die Fenster sogar aus der Ferne öffnen und schließen.
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Smart & sicher

Wer keine Lust mehr auf ewiges Schlüsselsuchen hat, kann sich mit einer elektronischen Schließanlage mehr Unabhängigkeit einbauen lassen. Zum Beispiel mit dem System AirKey vom Sicherheitstechnologie-Profi EVVA: Damit können Türen ganz einfach mit dem Smartphone geöffnet werden oder „Schlüssel“ per SMS vergeben werden. Und das ist nicht nur für den privaten Anwender von Vorteil, sondern schafft auch für Unternehmen ganz neue Möglichkeiten: Das elektronische Schließsystem bietet vor allem Firmen mit verteilten Standorten eine flexible Lösung, die das Tagesgeschäft erfordert. Um den Schlüssel per Internet zu verschicken, braucht es nur ein Smartphone, einen Internetzugang und einen AirKey-Zylinder oder -Wandleser. Die kostenlose App und die EVVA-KeyCredits als digitale Währung für die Zutrittsänderung machen aus dem elektronischen Schließsystem eine userfreundliche Komplettlösung. Und falls doch kein Smartphone zur Hand ist, können auch die hochsicheren Identmedien wie Schlüsselanhänger oder Karte verwendet werden.

„Diese Technologie wird unter anderem auch bei Reisepässen oder Kreditkarten angewendet“, erklärt Heiner Dolinar, Bereichsleiter Produktmanagement EVVA. Zahlreiche smarte Funktionen machen den Weg zum digitalen Schlüssel denkbar einfach – und das bei höchstem Sicherheitsniveau. Schlüsselübergabe war gestern: Mit der App „Send a Key“ kann so mittels Registrierungscode über die App Zutritt zum Daheim oder ins Büro gewährt werden. Zusätzlich schafft ein PIN, Fingerprint oder Face-ID-Unlock noch mehr Schutz. „Die berechtigte Person kann mit diesem digitalen Schlüsselmoment sicher mittels End-to-End-Verschlüsselung eintreten“. Höchste Flexibilität gewährleistet auch die Funktion des Geo-Tagging: „Das Smartphone erkennt damit genau, wo sich die Komponenten der Schließanlage befinden, die Navigations-App weist dann den entsprechenden Weg. Das ist besonders nützlich, wenn Personen temporär Zutritt erhalten und sich erst zurechtfinden müssen“, so Dolinar weiter.

Sicher & einfach öffnen und schließen mit AirKey von EVVA.
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Co-Working-Spaces

Die Pandemie wird in Zukunft unseren Arbeitsalltag verändern – dazu zählt nicht nur vermehrtes Homeoffice, sondern auch die Reduktion von großen und überteuerten Bürokomplexen. Co-Working-Spaces sind damit auch in Zukunft eine Alternative, um den Büroalltag effizient zu gestalten, ohne immer alleine zuhause werkeln zu müssen. Auch hier können smarte Zutrittslösungen dafür sorgen, dass das Gemeinsams-Office 24/7 für die Nutzer zur Verfügung steht, ganz ohne komplizierte Infrastruktur. Das deutsche Unternehmen SleevesUp! mit insgesamt 12 Standorten in sieben Städten schafft nicht nur die Basis dafür, sondern setzt in Sachen Zutrittsverwaltung voll und ganz auf AirKey.

Die zuverlässige Lösung, die zentral verwaltet werden kann, hat dabei für alle Vorteile: Selbst bei hoher Zutritts-Fluktuation ist das System DSGVO-konform und einfach zu bedienen. Bei der Buchung eines Meetingraums beispielsweise erhält man so automatisiert eine SMS, die den Zutritt ermöglicht. SleevesUp! erteilt und entzieht die Zutritte flexibel online – für das Unternehmen liegen die Vorteile auf der Hand: Software und App sind kostenlos nutzbar, die Verwaltung passiert via AirKey-KeyCredits, die flexibel mit einer Flatrate genutzt werden. Auch die Wiener Shared-Offices Funkensprung nutzen die Technolgie, hier wurde an drei Standorten das schlaue Zutrittssystem verbaut.

Immer mehr Co-Working-Spaces setzen auf smarte Zutrittssysteme – so wie das deutsche Unternehmen SleevesUp!.
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Sicherheitszylinder auf Wachstumskurs

Sicherheit steht nach wie vor hoch im Kurs: Trotz der Pandemie blieb der Markt für Sicherheitszylinder laut des Marktforschungsinstituts Branchenradar im Jahr 2020 konstant. Mit nahezu stabilen Preisen konnten die Herstellererlöse sogar um 1,1 Prozent im Vorjahresvergleich erhöht werden. Grund dafür sei der anhaltende Aufschwung im Wohnungsmarkt – speziell in Mehrfamilienhäusern wurden Sicherheitszylinder für Schließanlagen signifikant stärker nachgefragt. Das Geschäft außerhalb des Wohnbaus sank hingegen aufgrund von Bauverzögerungen um 2,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Mit einem weiterhin konstanten Marktwachstum sei jedenfalls zu rechnen, selbst, wenn die Impulse aus dem Wohnungsbau in Zukunft abnehmen sollten. (ar/dd)

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