Corona-Update

Steuertipp
23.02.2021

Steuertipps mit Rat & Tat: Sonderbetreuungszeit, Homeoffice & Co!

Sonderbetreuungszeit

ArbeitnehmerInnen, die ein minderjĂ€hriges Kind (bis 14 Jahre) oder einen behinderten bzw. pflegebedĂŒrftigen Angehörigen zu Hause betreuen mĂŒssen, weil die ĂŒblichen Betreuungsstrukturen kurzfristig ausfallen, konnten schon bisher das Instrument der Sonderbetreuungszeit in Anspruch nehmen. Allerdings war dafĂŒr noch eine entsprechende Vereinbarung mit dem Arbeitgeber notwendig. 
Der Nationalrat hat am 20.11.20 eine Gesetzesnovelle beschlossen, mit der – rĂŒckwirkend ab November – ein Rechtsanspruch auf bis zu vier Wochen Sonderbetreuungszeit eingefĂŒhrt worden ist. Diese Regelung soll bis Ende des Schuljahres 2020/21 gelten. Allerdings kommt der Rechtsanspruch ausdrĂŒcklich nur dann zum Tragen, wenn keine alternativen Betreuungsstrukturen zur VerfĂŒgung stehen. Diese Sonderbetreuungszeit kann auch stunden-/halbtagsweise in Anspruch genommen werden – bitte genaue Aufzeichnungen fĂŒhren! Sie wird nicht auf andere AnsprĂŒche wie Urlaub etc. angerechnet, sondern steht unabhĂ€ngig zu.

Auf einer eigenen Seite hat die WKO eine Übersicht aller Corona-UnterstĂŒtzungsmaßnahmen online gestellt.

Der aktuelle Lockdown allein bringt noch keinen Anspruch auf Sonderbetreuungszeit, da die Schulen weiterhin Betreuung anbieten. Er könnte aber dann greifen, wenn ein Kind aufgrund einer QuarantĂ€neanordnung die Wohnung nicht verlassen darf. Bei einer Covid-19-Erkrankung des Kindes ist gemĂ€ĂŸ den ErlĂ€uterungen zur Gesetzesnovelle zunĂ€chst allerdings Pflegeurlaub zu konsumieren.
Weiterhin möglich ist außerdem eine mit dem Arbeitgeber einvernehmlich vereinbarte Sonderbetreuungszeit. Auch diesfalls bekommt der Arbeitgeber kĂŒnftig die vollen Lohnkosten, und nicht nur wie bisher die HĂ€lfte, ersetzt.

Abgabenrechtliches um Covid-19

Ersetzt der Dienstgeber seinen Dienstnehmern die Kosten fĂŒr einen Covid-Test, so ist das steuerfrei; leider erstreckt sich die Steuerfreiheit nicht auf die Angehörigen des Dienstnehmers – sollte der Dienstgeber auch die Kosten fĂŒr Tests der Partner, Kinder etc. ĂŒbernehmen, so ist dies ein Vorteil aus dem DienstverhĂ€ltnis und muss beim Dienstnehmer als Sachbezug versteuert werden.

Homeoffice

Der Ministerrat hat kurz vor Redaktionsschluss eine neue Regelung fĂŒr das Homeoffice beschlossen, die auch rĂŒckwirkend fĂŒr 2020 gelten soll! Die steuerlichen Unterschiede zwischen mobilem und stationĂ€rem Internetanschluss auf Kosten des Dienstgebers – ob dies z. B. einen steuer-/­SV-pflichtigen Sachbezug darstellt – erlĂ€utern wir in unserer nĂ€chsten Kolumne.

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