ACR-Innovationspreis

Ausgezeichnete Zusammenarbeit

Innovationspreis
11.12.2020

Aktualisiert am 11.12.2020

Gerade in Krisenzeiten ist Innovation ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Deswegen zeichnete die ACR auch heuer besondere Forschungsprojekte aus.

Innovation und Digitalisierung sind Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Unternehmen. Auch in Krisenzeiten ist es für Unternehmen wichtig, in die eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren. Dabei unterstützen die Institute der Austrian Cooperative Research (ACR) vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei ihren Innovations- und Digitalisierungsvorhaben sowie innovativen Entwicklungen. Mit dem ACR-Innovationspreis holt das Forschungsnetzwerk Institute sowie Firmen und deren gemeinsamen Projekte vor den Vorhang. „Die ausgezeichneten Innovationen wurden initiiert, um KMUs zu unterstützen, durch neue Technologien oder digitale Lösungen“, erklärt ACR-Präsidentin Iris Filzwieser. „Sie helfen dabei, die Innovationskraft unserer Unternehmen zu stärken.“ Auch heuer wurden aus zahlreichen Forschungsprojekten drei Sieger gekürt, eines davon mit einem spannenden Ergebnis für die Baubranche.

Zusammenhalt

Ein Verbund aus Holz und Beton, der ganz ohne Stahlbewehrung sowie Klebefugen auskommt, war das Ziel des Forschungsprojekts.

Die Holzforschung Austria (HFA) und die Waldviertler Zimmerei Willibald Longin hatten sich zum Ziel gesetzt, große Spannweiten – ganz ohne Stahlbewehrung – durch eine neuartige Verbindung von Holz und Beton zu überbrücken. Herausgekommen ist eine Lösung, die ohne Stahlbewehrung sowie Klebefugen auskommt, ökologisch ist, sich für sehr große Räume eignet und gute akustische Eigenschaften aufweist. 
Longin wollte für seine gedübelte Brettstapel­decke einen Verbund der Materialien Holz und Beton, der ganz ohne Kleber und ganz ohne metallische Verbindungen auskommt. Gleichzeitig sollten dadurch sowohl die statischen als auch die akustischen Eigenschaften der Deckenkonstruktion verbessert werden, um sie in großen Räumen einsetzen zu können. „Wir haben dann in verschiedenen Kleinversuchen sowohl an der Geometrie als auch am Material – zum Beispiel an der Betongüte – gearbeitet“, erklärt Sylvia Polleres, Leiterin des Bereichs Holzhausbau bei der HFA.
Das Endresultat der Zusammenarbeit ist eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion, die allen Anforderungen entspricht und Spannweiten von über fünf Meter überbrücken kann sowie die akustischen Eigenschaften erfüllt. Dadurch kann Longin, wie zu Projektbeginn gewünscht, seine Deckenkonstruktion nun auch für Gebäude wie Schulen an­bieten und erweitert somit seinen potenziellen ­Kundenkreis. 

Abseits vom Bau

Über die beiden weiteren ACR-Innovationspreise durften sich heuer das OFI und Hehle für das ­Projekt ­„Aeropore – Lufthygiene in Reisebussen“ sowie das Österreichische Institut für angewandte ­Telekommunikation in Kooperation mit dem AIT für das Forschungsprojekt „Der Fake-Shop-Detektor – Mit KI sicher vor Betrug“ freuen.

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