Berufseuropameisterschaft

Countdown für EuroSkills gestartet

Fachkräfte
21.06.2021

Von: Redaktion Handwerk + Bau

Im September 2021 wird Graz mit der Europameisterschaft der Berufe zum europäischen Talente-Hotspot, erstmals in Österreich. Rund 450 internationale Spitzenfachkräfte werden fünf Tage lang um den Europameistertitel in 48 Berufen rittern.

Startschuss für den Countdown in Graz (v. l.): Martin Graf (Vorstandsdirektor Energie Steiermark), Klaus Leutgeb (Betreiber Schwarzl Freizeitzentrum), Amelie Groß ( WKÖ-Vizepräsidentin), Siegfried Nagl (Bürgermeister der Stadt Graz), Barbara Eibinger-Miedl, (Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung), Margarete Schramböck (Ministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung), Stefan Praschl, (Vizepräsident World Skills Europe) und Josef Herk (WKO Steiermark-Präsident sowie EuroSkills 2021-Initiator)

Von 22. – 26. September 2021 finden die Berufseuropameisterschaften in Graz (Steiermark) statt, eine Premiere in Österreich. Vor wenigen Tagen wurde der 100-Tage-Countdown eingeläutet, inklusive Startschuss für ein reges Treiben im Schwarzl Freizeitzentrum (SFZ) in Graz.

Nach und nach wird, neben der bestehenden 10.000 Quadratmeter großen Daviscuphalle am Gelände, eine Stadt aus zwölf Zelten mit insgesamt über 25.000 Quadratmeter errichtet. Spätestens ab 22. September wird dort Leben einkehren, wenn bei den EuroSkills rund 450 internationale Spitzenfachkräfte in 48 Berufen für den Europameistertitel ihr Können zeigen.

Bis dahin werden in der gesamten Steiermark noch die letzten Weichen für das Großevent gestellt: Rund 300 Sattelschlepper werden dazu in den kommenden Wochen die nötigen Produkte, Waren und Maschinen anliefern. Insgesamt werden 15.000 unterschiedliche Artikel und Maschinen, vom Akkuschrauber über die CNC-Maschine bis zur Wasserwaage, von drei Grazer Logistiklagern ins SFZ befördert.

Starkes Zeichen für die Jugend

Es war WKO Steiermark-Präsident Josef Herk, ein großer Fan der WorldSkills und EuroSkills, der mit der Unterstützung der WKÖ, Sponsoren und der öffentlichen Hand, die Berufseuropameisterschaft nach Österreich holte. „Wir haben in den vergangenen Jahren, vor allem aber in den vergangenen Monaten, gemeinsam mit unseren Partnern alles unternommen, um mit voller Kraft und mit ungebrochenem Elan, EuroSkills erstmals in Österreich auszurichten. Wir haben nicht aufgegeben – ganz im Gegenteil: Dass es nun in 100 Tagen hier soweit sein kann, erfüllt uns daher mit riesiger Freude“, so Herk, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der EuroSkills 2020 GmbH ist.

Herk ist davon überzeugt, dass die qualifizierte Ausbildung und die Young Professionals die Zukunft der Länder, die Zukunft Europas sind: "Gerade jetzt braucht es ein starkes Zeichen für die europäische Jugend. Wir stehen in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen, die wir ohne den Nachwuchs, ohne die Young Professionals in Europa nicht meistern können“.

An Herausforderungen wachsen

Seit dem Zuschlag 2016 für die Ausrichtung der EuroSkills 2020 ist das Team von Angelika Ledineg (WKÖ) und Harald del Negro (WKÖ), beide Geschäftsführer der EuroSkills2020 GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Wirtschaftskammer Steiermark, aktiv, um die Top-Veranstaltung auf die Beine zu stellen: "Dass wir dabei in die Verlängerung gehen und ein weiteres Jahr der Vorbereitung und (Neu-) Organisation dranhängen müssen, konnte niemand voraussehen. Eine Absage war dabei nie eine Option, denn schließlich wächst man mit der Herausforderung. Das macht EuroSkills 2021 zu einem außergewöhnlichen und wohl auch unvergesslichen Event, sowohl was die Vorbereitung als auch die Durchführung betrifft“.

Die Stimmung ist laut Stefan Praschl, Vizepräsident von World Skills Europe und technischer Verantwortlicher für EuroSkills 2021, sehr gut. "Der Dachverband World Skills Europe setzt großes Vertrauen in Österreich. Alle blicken mit großer Zuversicht und Freude EuroSkills entgegen. Die kontinuierlich zurückkommende Reisefreiheit erleichtert die Organisation zusätzlich“, betont Praschl.

Drei Mal beste Nation

Damit die Berufseuropameisterschaft in Graz nicht nur professionell sondern auch sicher abläuft, wurde ein ausgefeiltes Präventions- und Sicherheitskonzept ausgearbeitet. So können täglich bis zu 10.000 Besucher zu den Berufseuropameisterschaften kommen, inklusive einer Registrierung, die zu jedem Zeitpunkt ein "Contact Tracing" ermöglicht.

Aber auch herausragende Leistungen aller TeilnehmerInnen sind vorprogrammiert. Ob die österreichischen Lehrlinge den Heimvorteil nutzen, wird sich zeigen. Aber bisher lief es auch ohne diesem sehr gut:  "Unglaubliche 111 Medaillen haben unsere 197 Teilnehmer allein in den bisherigen sechs EuroSkills-Anläufen seit 2008 errungen. Wir waren drei Mal die beste Nation“, erklärt WKÖ-Vizepräsidentin Amelie Groß. (ar)

Weitere Informationen: EuroSkills 2021