Pilgerstätten der Kabel- und Rohrexperten

Anfang April präsentieren die beiden Weltleitmessen „wire“ (Internationale Fachmesse Draht und Kabel) und „Tube“ (Internationale Rohrfachmesse) auf dem Düsseldorfer Messegelände gemeinsam technologische Highlights aus ihren Branchen.

17.03.2016
Fachmesse
Redaktion Metall
© Messe Düsseldorf

Auf der Rohrfachmesse Tube ist die gesamte Palette von der Rohrherstellung über die Rohrbearbeitung bis hin zur Rohrverarbeitung sowie der Bereich Handel mit Rohren vertreten.

© hard

Kurt G. Eder: „Wer nicht auf diese Messe pilgert, steht die ­nächsten zwei Jahre technologisch im Nebel.“

Das wirtschaftliche Umfeld ist durchwachsen, aber von einer positiven Grundstimmung geprägt. Immerhin soll die Weltwirtschaft um zwei bis drei Prozent zulegen.
Auf der wire traditionell stark vertreten sind Aussteller aus Italien, Belgien, Frankreich, Spanien, Österreich (27 angemeldete Unternehmen), den Niederlanden, der Schweiz, der Türkei, Großbritannien, Schweden und Deutschland. Viele Anmeldungen kommen auch aus Übersee, etwa USA, Südkorea, Taiwan, Indien, Japan und China.

Heimische „Hidden Champions“

„Für uns ist die wire das Mekka der Draht- und Kabelbranche“, sagt Kurt G. Eder, Vorsitzender des Verbandes der Österreichischen Draht- und Kabelmaschinen-Hersteller (VÖDKM), der als Branchenvertreter selbst seit Jahrzehnten aktiv in Konzeption und Ausrichtung der wire einbezogen ist. „Wer nicht auf diese Messe pilgert, steht die nächsten zwei Jahre technologisch im Nebel“, so Eder. Ganz besonders gelte dies für die total vom Export abhängigen österreichischen Hersteller „Die im VÖDKM vertretenen Firmen sind spezialisierte Maschinenhersteller mit einem Exportanteil von durchwegs mehr als 95 Prozent“, weiß der Verbandschef Eder. Verständlich, dass diese „Hidden Champions“ in der Alpenrepublik selbst nur wenig wahrgenommen werden.

Tube trotzt Turbulenzen

Auf der gleichzeitig zur wire stattfindenden Rohrfachmesse Tube ist die gesamte Palette von der Rohrherstellung über die Rohrbearbeitung bis hin zur Rohrverarbeitung sowie der Bereich Handel mit Rohren vertreten. Das Angebot reicht von Rohmaterialien, Rohren und Zubehör, Maschinen zur Herstellung von Rohren und Gebrauchtmaschinen über Werkzeuge zur Verfahrenstechnik, Hilfsmittel und Mess-, Steuer-, Regel- und Prüftechnik bis hin zu Pipelines und dem Bereich der OCTG-Technologie, Profilen und Maschinen. „Da viele Metallrohrhersteller auch das Ausgangsmaterial – also Flachprodukte – anbieten, ist die Tube bereits auch zu einer Blechmesse geworden“, sagt der für die Düsseldorfer Metallmessen zuständige Direktor Friedrich-Georg Kehrer vor internationalen Journalisten in Wien.
Angemeldet sind zur Tube bisher (Stand Jänner 2016) mehr als 1000 Aussteller aus 49  Ländern. Insgesamt 23 Stände werden auf der ­Tube von österreichischen Firmen belegt. [red/gr]

Metall

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