Und der KOOP Award geht an…

Baukongress
24.04.2018

Von: Redaktion Bauzeitung

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Baukongresses wurden die KOOP Awards verliehen. Auch dieses Jahr zeigen die Siegerprojekte eindrucksvoll, dass sich ein Umdenken bei der durch Konflikte gefährdeten Zusammenarbeit im Bausektor lohnt.  

Großes Projekt, großes Team: Der KOOP Award in der Kategorie Infrastruktur ging an das Projektteam "Umbau Knoten Prater".

Durch eine kooperative Projektabwicklung konnte die Gesamtumbauzeit des Konten Praters um ein Jahr verkürzt werden.

Siegerprojekt in der Kategorie Hochbau: Das Projekt "WHA In der Wiesn Süd"

Mehr Mit- und weniger Gegeneinander, mehr direkte Kommunikation und weniger Anwaltspost, das ist die Intention des KOOP Award, der anlässlich des diesjährigen Baukongresses zum zweiten Mal in den Kategorien Hochbau und Infrastruktur vergeben wurde. Hintergrund des Preises ist die Tatsache, dass vor allem Großbauprojekte kaum noch ohne Rechtsstreitigkeiten unter den beteiligten Firmen, Planern und Bauherren auskommen. „Mit der Auszeichnung wollen wir nun ein Zeichen setzen, wie es mit mehr Kooperation sowohl besser als auch ökonomischer geht“, erklärte Michael Pauser, Geschäftsführer der Österreichischen Bautechnikvereinigung (öbv), anlässlich der Verleihung an die beiden Siegerprojekte.

Optimaler Konsens

Als Sieger in der Kategorie Hochbau ging das Projekt „WHA In der Wiesen Süd“ hervor. „Aus den knappen budgetären Rahmenbedingungen laut der Vorgabe der Wohnbauförderung wurde ein optimaler Konsens aus architektonischer Qualität, Ausgestaltung und Angebot an Freiräumen und Gemeinschafts- und Erholungsflächen gefunden“, lautet die Jurybegründung. Als besonders innovativ wurde dabei der erstmals angewandte Prozess der Projektentwicklungsvorbereitung hervorgestrichen, in dem Anrainer, Stadtplanung und Fachleute in mehreren Stufen moderierten Workshops eingebunden wurden.   

Gemeinsamer Zugang

Den KOOP Award in der Kategorie Infrastruktur konnte das Projektteam „Umbau Knoten Prater“ für sich entscheiden. Vor allem den sehr gemeinschaftlichen Zugang und den daraus entstandenen volkswirtschaftlichen Nutzen lobte die Jury. „Der Knoten Prater stellt einen der wichtigsten Knoten Österreichs im hochrangigen Straßennetz dar. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung mit 200.000 Fahrzeugen pro Tag, mussten während der Bauphase die gesamte Anzahl an Fahrspuren aufrechterhalten werden“, machten Brigitte Müllneritsch als Vertreterin der Asfinag und Peter Jungbauer von der Habau auf die Schwierigkeiten aufmerksam. „Durch innovative Vorschläge der Auftragnehmer, konnte aber eine Verkürzung der Gesamtbauzeit von einem Jahr erwirkt werden.“

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