Die Stimmung in der Haustechnikbranche war schon mal besser. Verantwortlich dafür sind jedoch nicht die Auswirkungen der Covid-Krise. Denn diese hatten auf unsere Branche kaum Einfluss. Bekanntlich sind die Auftragsbücher der meisten Installationsbetriebe übervoll, und viele Industrievertreter verraten hinter vorgehaltener Hand, dass das erste Quartal dieses Jahres ein All-time-High ihrer Geschäftsergebnisse gebracht habe.

Das, was die SHK-Branche wirklich verletzbar macht, ist, wenn die Voraussetzungen dafür fehlen, die aktuell hohe Nachfrage bedienen zu können. Und dies dürfte jetzt eben der Fall sein. In Form einer dramatischen Rohstoffverknappung in nahezu allen Bereichen. Das hat mehrere Ursachen. Beispielsweise zieht die Baukonjunktur in China und den USA aktuell stark an – was sich vor allem auf die Stahl- und Polymermärkte auswirkt. Konnten Rohstoffe vor dieser aktuellen Weltmarktüberhitzung quasi über Nacht geliefert werden, dauert dies nun mehrere Wochen. Natürlich wirkt sich das auch drastisch auf die Preise aus – Stichwort Angebot und Nachfrage. Sie klettern fast im Wochen­rhythmus steil nach oben. Und lösen damit eine Nachjustierungskettenreaktion in der Preisgestaltung von Endprodukten aus, die bis in die Buchhaltung des Gewerbebetriebes hineinreicht.

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Zudem muss der Installateur dem Endkonsumenten gegenüber argumentieren, warum die Kosten bei der Abrechnung schlussendlich viel höher geworden sind, als im ursprünglichen Voranschlag angeboten wurde. Und dies sorgt natürlich für Missstimmung in vielen Installationsbetrieben. Weil sie beim heiklen Thema der Preisgestaltung das letzte Glied in der Kette vor dem Konsumenten sind und dessen Unmut aufgrund fehlender Planungs- bzw. Preissicherheit allein ausbaden müssen.