Egger Gruppe

Krisensicher in die Zukunft

Holzwerkstoffe
05.08.2021

Von: Redaktion Tischler Journal

Die Egger Gruppe schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 3,08 Milliarden Euro ab und blickt trotz mancher Unsicherheit optimistisch in die weitere Zukunft.

Die Egger Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020/2021 einen Umsatz von 3,08 Mrd. Euro.

Mit Abschluss des Geschäftsjahres zum 30. April 2021 blickt die Egger Gruppe auf eine zwölf Monate anhaltende Sondersituation zurück. Nach Corona-bedingten Auswirkungen zu Beginn des Geschäftsjahres erlebte der international agierende Hersteller von Holzwerkstoffen und Schnittholz mit Stammsitz in St. Johann in Tirol ab Sommer 2020 in fast allen Märkten eine stark ansteigende Nachfrage, die sich bis heute auf einem außergewöhnlich hohen Niveau hält. Um dieser gerecht werden zu können, werden in allen Egger Werken die Produktionskapazitäten maximal ausgenützt und Rekordmengen produziert.

Sattes Umsatzplus

Die Egger Gruppenleitung mit Walter Schiegl, Thomas Leissing und Ulrich Bühler (v. l.) berichtet von stark steigender Nachfrage und einer anhaltenden Sondersituation.

Insgesamt kann Egger für das Geschäftsjahr 2020 / 2021 über eine deutliche Entwicklung seiner wesentlichen Kennzahlen berichten: Die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 3.082,8 Mio. Euro, was ein Plus von 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet."Diese deutliche Entwicklung zeigt, dass wir einerseits die Herausforderungen der Pandemie gut bewältigt, zugleich auch die sich in unserer Branche ergebenden Chancen sehr gut genützt haben. Zusätzlich hat vor allem das neue Werk in Biskupiec (PL) wesentlich zur Ergebnissteigerung beigetragen", erklärt Thomas Leissing, Sprecher der Gruppenleitung und verantwortlich für Finanzen, Verwaltung und Logistik.

Rund 10.400 Mitarbeiter*innen an zwanzig Produktionsstandorten weltweit haben in diesem herausfordernden Geschäftsjahr zu diesen Ergebnissen und zu einem neuen Höchststand der Produktionsmenge von 9,6 Mio. Kubikmeter Holzwerkstoffen und Schnittholz beigetragen. Ein Meilenstein im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Inbetriebnahme des 20. Werks in Lexington, NC, USA – des ersten Egger Werks in Nordamerika. Trotz der erschwerten Bedingungen und der anhaltenden Sondersituation konnte das Werk planmäßig im September 2020 in Betrieb gehen. Ebenso ist man im Unternehmen stolz darauf, keine Mitarbeiter*innen frei gesetzt zu haben – ganz im Gegenteil sind weitere Fachkräfte an allen Standorten willkommen.

Home, sweet Home

Cocooning-Effekt: Corona führt zu massive steigenden Investitionen in das eigene Zuhause.

Egger führt die anhaltend hohe Nachfrage auf den mit den Pandemie-Schutzmaßnahmen und Lockdowns einhergehenden Cocooning-Effekt zurück, also die massiv verstärkten Konsuminvestitionen in das eigene Zuhause. Dazu kommt, dass es bereits vor der Pandemie einen deutlichen Rückstau an Bauvorhaben in vielen Teilen Europas gab. "Unsere oberste Priorität war und ist die zuverlässige Belieferung unserer Kunden. Dafür nutzen wir unsere Kapazitäten bestmöglich aus und versuchen, die Kundenwünsche über verschiedene Lieferwerke zu bedienen", so Ulrich Bühler, Egger Gruppenleitung Vertrieb & Marketing.

Insgesamt konnte Egger in diesem Umfeld in fast allen Märkten weltweit eine stark steigende Nachfrage verzeichnen und die Umsätze zum Vorjahr teils erheblich steigern: Die Division Decorative Products Mitte hat im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 930,4 Mio. Euro (+4,9 Prozent zum Vorjahr) erwirtschaftet. Die Division Decorative Products West konnte mit 690,9 Mio. Euro einen um 4,2 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr verzeichnen. Der Umsatz der Division Decorative Products Ost stieg um 10,8 Prozent auf 981,8 Mio. Euro.

Optimistischer Ausblick

Eine Vorausschau fällt aktuell mangels verlässlicher Prognosen zur Pandemie-Entwicklung und zu etwaigen weiteren Lockdown-Maßnahmen schwer. Trotz dieser Unsicherheiten geht man bei Egger von einer weiterhin positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2021/2022 aus. Wenngleich manche der Produktions- und Absatzmärkte sich derzeit noch in der Krise befinden, zeichnet sich eine steigende Nachfrage in nahezu allen Märkten und mit allen Produktbereichen ab. Ein Risiko stellt die Entwicklung der Rohstoffmärkte, und hier vor allem die derzeitige Verknappung bei Chemieprodukten, dar. Diesem wirkt Egger jedoch mit der Inbetriebnahme von zusätzlichen Veredelungskapazitäten und Investitionen zur Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation sowie mit ständiger Optimierung des Materialeinsatzes und der Kostenstruktur entgegen. (red/egger)

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