Beschaffungskrise

Händler*innen kämpfen mit Lieferverzögerung

Drei von vier österreichischen Händler*innen kämpfen derzeit mit Lieferverzögerung. Als Ursache dafür nennt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes unter anderem die steigenden Rohstoffpreise und Engpässe bei Vorlieferanten.

20.05.2021
Rohstoffpreise
Diana Danbauer

75 Prozent der österreichischen Händler*innen kämpfen derzeit mit Lieferverzögerungen, wie eine Befragung des österreichischen Handelsverbandes zeigt. "Mehr als 75 Prozent unserer Händler kämpfen zurzeit mit Lieferverzögerungen. Die Ursachen sind vielschichtig. Wir erleben einen Containermangel in Fernost, steigende Rohstoffpreise bei Metall, Engpässe bei Vorlieferanten, Verzögerungen durch die Einführung der neuen EU-Energie-Labels sowie Covid-bedingte Ausfälle bei internationalen Fabriken und jüngst den Rückstau im Suezkanal. Hinzu kommt eine enorm gestiegene Nachfrage der Kunden nach Unterhaltungselektronik, Fitnessgeräten, Küchen und Möbel. Die Verbraucher können ihr Geld während der Pandemie nicht für Auslandsreisen, Restaurantbesuche oder Hotels ausgeben, daher investieren sie es in die Verschönerung der eigenen vier Wände. Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Beschaffungskrise noch zumindest drei bis sechs Monate andauern wird. Spätestens im Herbst sollte eine Entspannung der Lage eintreten", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.
© Stephan Doleschal/Handelsverband

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