Beteiligung

Schöck übernimmt Anteile von Robotic Eyes

Digitalisierung
27.01.2022

Von: Redaktion Handwerk + Bau
Mit Ende 2021 hat sich Schöck mit 49,95 Prozent am Grazer Softwareunternehmen Robotic Eyes beteiligt. Gemeinsam haben sie den digitalen Helfer "Chekker" für die automatisierte Produktions- und Qualitätssicherung bei der Herstellung von Betonfertigteilen entwickelt.

Schöck startet mit einem großen Digitalisierungsschritt ins Jahr 2022. Ende 2021 hat sich Schöck mit 49,95 Prozent an dem heimischen Softwareunternehmen Robotic Eyes beteiligt. Schon seit einigen Jahren arbeitet die Schöck Bauteile GesmbH mit dem Grazer Unternehmen zusammen.

Neugründung der Beamionic GmbH

Robotic Eyes gehört zu den Vorreitern bei Augmented Reality- (AR) und Artificial intelligent (AI)-basierten Lösungen für die Baubranche und andere Bereiche. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen "Chekker" entwickelt, ein digitales Produkt für die automatisierte Produktions- und Qualitätssicherung bei der Herstellung von Betonfertigteilen. Die Einführung von Chekker soll 2022 erfolgen. Produziert und vertrieben wird Chekker von der Beamionic GmbH, einer hundertprozentigen Tochter von Robotic Eyes. Die Geschäftsführung der Beamionic GmbH übernehmen Dr. Bernard Reitinger, technischer Geschäftsführer bei Robotic Eyes, und Hubert Fritschi, der bisher in verschiedenen leitenden Funktionen bei Schöck tätig war.

Gruppenbild mit 4 Herren: Der Vorstand der Schöck AG und Robotic Eyes GmbH zusammen mit den Geschäftsführern der Beamionic Gmbh.
Der Vorstand der Schöck AG und Robotic Eyes GmbH zusammen mit den Geschäftsführern der Beamionic Gmbh: (v. l.) Hubert Fritschi (Geschäftsführer Beamionic Gmbh), Dr. Wolfgang Walcher (CEO Robotic Eyes GmbH), Dr. Bernhard Reitinger (Technischer Geschäftsführer Robotic Eyes GmbH und Geschäftsführer Beamionic Gmbh), Mike Bucher (Vorstandsvorsitzender Schöck AG).

Anleitung in Originalgröße

Statt bei der Betonfertigteil-Erzeugung Pläne und Ergebnisse abzugleichen, kann mit dem Chekker eine schrittweise Anleitung im Maßstab 1:1 direkt auf die Arbeitsfläche projiziert werden.  Während eine automatisierte Kalibrierung für Präzision sorgt, überwacht die integrierte, automatisierte Qualitätsüberprüfung die exakte Ausführung und meldet jede Abweichung. Zudem erlauben die optional, parallel erfassten Zeitdaten den Fertigteilwerken eine automatisierte Nachkalkulation beziehungsweise erleichtern die Analyse des Herstellungsprozesses. Der Chekker ist eine einfach zu bedienende und hocheffiziente Hybridlösung aus 2,5D-Laser-/Beamerprojektion und optionaler AR-Visualisierung auf Tablet, Smartphone oder HoloLens.

Höhere Effizienz und Qualität

„Digitalisierung bedeutet nicht nur das Anschaffen neuer Technik, sondern in erster Linie die Vereinfachung und Automatisierung von Arbeitsprozessen. Mit dem Chekker unterstützen wir die Produktionsprozesse in Effizienz und Qualität, obwohl die Branche unter akutem Fachkräftemangel leidet“, so Mike Bucher, Vorstandsvorsitzender der Schöck AG.

Für Schöck, wo der Einsatz von Bemessungssoftware seit Jahren eine wichtige Rolle spielt, bedeutet der Einsatz von Digitalisierung und AR-Lösungen einen Quantensprung.  Daher wollen Schöck und Robotic Eyes gemeinsam die Digitalisierung im Baubereich durch den Einsatz innovativer Zukunftstechnologien vorantreiben. "Damit eröffnen sich neue, außerordentlich interessante Möglichkeiten der Qualitätssicherung.“ (ar)

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