Geschäftsbericht 2020

Wienerberger fast auf Vorjahresniveau

Ziegel
04.03.2021

Von: Redaktion Handwerk + Bau

Die Wienerberger Gruppe hat beim Konzernumsatz 2020 nur knapp das Rekordniveau des Vorjahres verfehlt. Und damit bewiesen, dass sie auf unvorhersehbare Ereignisse gut vorbereitet ist.

Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger-Gruppe

Trotz Covid hat die Wienerberger Gruppe einen Konzernumsatz von 3,4 Mrd. Euro (2019: 3,5 Mrd. €) erzielt und damit fast das Rekordniveau des Vorjahres erreicht. Durch das starke zweite Halbjahr konnte ein bereinigtes EBITDA von 566 Mio. Euro erwirtschaftet werden

Striktes Kostenmanagement

Die leicht unter dem Rekordvorjahresniveau liegenden Umsätze und Ergebnisse sind vor allem auf die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurückzuführen. So kam es aufgrund der Lockdowns in zahlreichen Schlüsselmärkten oft zu längeren Unterbrechungen der Geschäftstätigkeiten. Wienerberger hat dennoch konsequent an der Wachstumsstrategie festgehalten und striktes Kostenmanagement und Effizienzsteigerungsmaßnahmen umgesetzt. So konnte der heimische Konzern für Baustoffe- und Infrastrukturlösungen die liquiden Mittel bis zum Jahresende 2020 auf 666 Mio. Euro (2019: 129 Mio. €) steigern.

Optimierung des Portfolios

Die Entwicklung verlief in allen drei Business Units positiv. Die Business Unit Wienerberger Building Solutions, dazu gehören Hintermauerziegel, Vormauerziegel, Dachziegel und Betonflächenbefestigungen, erwirtschaftete einen Umsatz von 2,1 Mrd. Euro (2019: 2,2 Mrd. €). Bei Wienerberger Piping Solutions, mit Kunststoffrohren und keramischen Rohren, führten das proaktive Margenmanagement und die strikte Kostendisziplin zu einer verbesserten operativen Performance und damit zu einer starken Profitabilität. Bei einem leichten Umsatzrückgang von 3 Prozent auf 933 Mio. Euro erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 4 Prozent auf 104 Mio. Euro. Ebenfalls einen Umsatzrückgang von 3 Prozent gab es bei der Business Unit North America, mit Vormauerziegel, Kunststoffrohre, Betonprodukte und Kalksandstein für Nordamerika , wo sich der Umsatz auf 325 Mio. Euro beläuft. Auch hier haben sich die Kostendisziplin und die laufende Portfoliooptimierung bezahlt gemacht. Das EBITDA hat sich daher um 23 Prozent auf 48 Mio. Euro erhöht.

Zurück zum Niveau vor der Krise

Für 2021 rechnet Wienerberger zumindest im ersten Halbjahr aufgrund von Corona  noch mit Unsicherheiten. Mittelfristig erwartet das Unternehmen aber von den Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums in den Bereichen Renovierung und Infrastruktur profitieren zu können. „Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2021 zum Ziel gesetzt, das bereinigte EBITDA unabhängig von den durch Covid-19 bedingten und nach wie vor bestehenden Herausforderungen auf 600 bis 620 Mio. Euro zu steigern und damit auf ein Vorkrisenniveau zurückzukehren. Dies wird aus eigener Kraft erfolgen und beinhaltet keine Ergebniseffekte aus Veräußerungen bzw. Akquisitionen, wie zum Beispiel die Übernahme von Meridian Brick, die sich noch im Genehmigungsprozess befindet“, unterstreicht Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, den Jahresplan des Unternehmens. (ar)

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