Baukultur

Baukulturgemeinde-Preis: Diese 14 Gemeinden sind nominiert

Beim fünften Baukulturgemeinde-Preis von LandLuft ist die erste Auswahl gefallen: Eine externe Jury hat aus 44 Einreichungen 14 Gemeinden aus sieben Bundesländern für die nächste Runde nominiert. Im Mittelpunkt steht das Motto „Nutzen, was da ist!“ – also der Umgang mit vorhandenen Gebäuden, Flächen und Strukturen.

Die Nominierungen für den fünften Baukulturgemeinde-Preis des Vereins LandLuft stehen fest. Wie LandLuft mitteilt, wurden aus 44 Einreichungen insgesamt 14 Gemeinden zur nächsten Runde eingeladen. Ausgezeichnet werden Kommunen, die bestehende Gebäude, Flächen und Strukturen durch Umbaukultur, Kreativität und Beteiligung weiterentwickeln.
Nominierungen gibt es in sieben Bundesländern: Im Burgenland ist Pöttelsdorf nominiert. Kärnten ist mit Griffen, Kleblach-Lind und Oberdrauburg vertreten. Aus Niederösterreich schaffte es Bad Vöslau in die Auswahl. In Oberösterreich wurde Ried im Innkreis nominiert, in der Steiermark Gamlitz und Landl. Tirol stellt mit Anras, der Stadt Landeck, Oberhofen im Inntal und Prutz die meisten Nominierungen; Vorarlberg ist mit Bezau und Egg dabei.

Anneke Essl von LandLuft zeigt das diesjährigeMotto „Nutzen, was da ist!“ © Pia Fronia
Anneke Essl von LandLuft zeigt das diesjährige Motto „Nutzen, was da ist!“ © Pia Fronia

Nutzen, was da ist!

Die nominierten Gemeinden zeigen laut LandLuft, wie unterschiedlich der verantwortungsvolle Umgang mit dem Bestand ausfallen kann: Das Spektrum reiche vom denkmalgeschützten Bürgerhaus über ehemalige Wirtshäuser, alte Kinos und leerstehende Bankfilialen im Ortszentrum bis hin zu neu aktivierten Freiräumen. Anneke Essl, Geschäftsführerin bei LandLuft, verweist auf die Qualität der Einreichungen und den Aufwand der Juryentscheidung: „Die hochwertigen Einreichungen machen deutlich, wie viel Engagement und Mut Gemeinden im Umgang mit Bestand und der Gestaltung ihrer Ortskerne haben. Die Wahl der Nominierten hat sich die Jury nicht leicht gemacht. Im nächsten Schritt geht es darum, die Besten der Besten zu küren.“

Advertorial

Der fünfte LandLuft Baukulturgemeinde-Preis steht unter dem Motto „Nutzen, was da ist!“ und rückt das Potenzial bestehender Gebäude, Flächen und Strukturen in den Mittelpunkt. LandLuft zeichnet seit 2009 Gemeinden und kleine Städte aus, die durch ihre Baukultur überzeugen; der Preis soll erfolgreiche Strategien und engagierte Akteur*innen sichtbar machen und als Grundlage für die Vermittlungsarbeit in ländlichen Räumen dienen.

Juryvorsitzende Katja Fischer
Juryvorsitzende Katja Fischer (C) Thomas Mueller

Mehrstufiges Juryverfahren und Termine

Die Auswahl der Nominierten erfolgte über einen mehrstufigen Prozess: Nach einer ersten Sichtung und Vorbewertung durch die gesamte zehnköpfige Jury entschied eine vierköpfige Kernjury in einer mehrstündigen Sitzung über die Nominierungen. Laut Aussendung setzt sich die Jury aus Expert*innen aus Baukultur, Architektur, Raum- und Landschaftsplanung sowie Nachhaltigkeit zusammen; hinzu kommen Vertreter von Gemeinde- und Städtebund sowie Bürgermeister bereits ausgezeichneter Baukulturgemeinden.

Juryvorsitzende Katja Fischer, geschäftsführende Vorständin der Stiftung Baukultur Thüringen, ordnet den Preis international ein: „Mit dem Blick aus Deutschland kann ich sagen: Die Baukultur-Szene hat großen Respekt vor dem, was hier seit vielen Jahren entsteht. Der LandLuft-Prozess und der Baukulturgemeinde-Preis werden mit Staunen – und als Referenz – wahrgenommen.“

Als nächster Schritt ist ein Hearing der Nominierten am 10. April in Trofaiach geplant. Dort präsentieren Gemeindevertreterinnen ihre Projekte vor der Jury; am Folgetag sollen die Finalistinnen ausgewählt werden, die im Juni bereist werden. Die Juryreise ist für 15. bis 19. Juni angesetzt. Die Preisverleihung findet am 19. November 2026 in Wien statt. Gleichzeitig sollen eine begleitende Publikation sowie eine Wanderausstellung mit dem Titel „Nutzen, was da ist!“ erscheinen, die anschließend durch Österreich tourt.