Leuchtturm am Airport
Am Wiener Flughafen entsteht das größte Hotel Europas in Holzhybrid-Bauweise. In nur 14 Monaten soll das innovative Gebäude fertiggestellt werden. Dabei setzt man auf Vorfertigung im Werk – und auf Produkte von Sanitärspezialisten Geberit.
Die Zahlen sind beeindruckend: Mit 510 Zimmern entsteht hier das größte Hotel Europas in Holzhybrid-Bauweise und das größte Hotel Niederösterreichs. Hier – das ist mitten in der dynamisch wachsenden Airport City am Flughafen Schwechat. Mit der nachhaltigen, ressourcenschonenden Holzhybrid-Bauweise und einer Bauzeit von nur 14 Monaten setzt das Projekt neue Maßstäbe für die Hotelarchitektur. Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant.
Leuchtturmprojekt am Flughafen
Der Wiener Immobilienentwickler Mamma Group und die Berliner Betreiberfirma Revo Hospitality Group verwirklichen mit diesem Leuchtturmprojekt ein Hotel mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Design. Die mit der Architekturplanung beauftragten BKK-3 Architekten setzen erstmals im groß dimensionierten Hotelbau auf den Einsatz von Holz als Hauptbaustoff. Die Holzhybrid-Bauweise – Holz in Kombination mit Stahl und Beton – minimiert den ökologischen Fußabdruck. Durch den Einsatz einer CO₂-freien Wärme- und Kälteversorgung und einer Fotovoltaik-Anlage am Dach wird dieser nochmals kleiner.
Nachhaltiges Lifestyle-Hotel
Das Hotel wird unter der Dachmarke Vienna House Easy by Windham betrieben. Die Marke setzt auf urbane Lifestyle-Hotels mit trendigen Restaurants und Bars, digitalen Services und flexiblen Raumlösungen an Standorten in Europa. Dank der zentralen Lage mit direkter Anbindung an die Flughafen-Terminals, die Bundesstraße B9 und die Ostautobahn A4 soll das Hotel in der Schwechater Airport-City nicht nur für Transitgäste interessant sein, sondern auch für Businessreisende und Konferenzteilnehmer.
Die Zimmer verteilen sich auf drei Gebäudetrakte mit einem zentralen Haupttrakt. Die sechs Stiegenhäusern aus Stahlbeton fungieren als aussteifende Kerne. Auf das Erdgeschoss in Stahlbeton werden fünf Geschosse in Holzbauweise aufgesetzt – mit je 102 Zimmern pro Geschoss. Wände und Deckenplatten bestehen aus Brettsperrholzplatten, die im fertigen Hotel teilweise sichtbar bleiben und zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen.
Hoher Vorfertigungsgrad
„Die von unserem Architekturbüro gewählte Holzhybrid-Bauweise ermöglicht eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad“, meint Franz Sumnitsch, Geschäftsführer bei BKK3 Architekten. Der hohe Vorfertigungsgrad reduziert die Bauzeiten und steigert die Ausführungsqualität, das ist besonders ideal bei wiederkehrenden Elementen wie Zimmern oder Badmodule. Ebenfalls zur Bauzeit-Reduktion tragen die eingesetzten Produkte von Geberit bei: das Versorgungssystem Flowfit und das Abwassersystem Silent-Pro Supertube. Beide Systeme bringen Zeitersparnis bei der Montage.
Der enge Bauzeitplan hat allen Baubeteiligten und auch der ausführenden Installationsfirma Heiz-Hofstätter aus Graz einiges an ausgefeilter Logistik und Disposition abverlangt. „Um die Installationen in den vorgegebenen Zeiten durchzuführen, haben wir teilweise bis zu 40 Mitarbeitende zugleich auf der Baustelle gehabt“, sagt Florian Schmallegger, Projektleiter der Firma Heiz-Hofstätter. „Das geht nur, wenn man ein eingespieltes Team hat, das mit der Montage der Produkte vertraut ist.“
Zeitersparnis mit innovativen Produkten
Bereits in der Planungsphase hat man bei Heiz-Hofstätter nach den schnellsten Lösungen für die Versorgungs- und Abwasserleitungen gesucht, und diese bei Geberit gefunden. Die Heizung und Kühlung der 510 Zimmer erfolgt über Fancoils, die ebenso wie die Sanitärinstallation mit Geberit Flowfit angeschlossen wurden. „Für die Verarbeitung des Flowfit Systems benötigen wir nur zwei verschiedene Pressbacken für alle acht Rohrdimensionen. Auf diese Weise haben wir uns tausende Backenwechsel erspart, das war hier ein wichtiger Faktor,“ so Schmallegger.
102 Umgehungsleitungen weniger
„Für die Abwasserleitungen kam unser neues Abwassersystem Geberit Silent-Pro Supertube gerade zum richtigen Zeitpunkt“, erläutert Rudolf Stieber, technischer Berater von Geberit. Mit der neuen Supertube Technologie benötigt der Fallstrang keine Umgehungsleitung für die anschlussfreie Zone. Das Hotel gliedert sich in einen Längs- und drei Quertrakte, mit 102 Zimmern auf einer Ebene und fünf Stockwerken. „Das ergibt 102 Fallstränge für das Abwasser, da macht sich der Wegfall der Umgehungsleitung richtig bezahlt: Mit Supertube konnten wir einen massiven Zeitvorteil bei der Installation erzielen“, so Schmallegger.
Auch im Erdgeschoss, in dem sich die Lobby, die Co-Working-Räume, Shops und Restaurants befinden werden, spielt die Supertube Technologie einen weiteren Trumpf aus. Die Raumhöhe fällt höher aus, da die Abwasser-Sammelleitungen an der Decke im Erdgeschoss teilweise ohne Gefälle ausgeführt werden können. Die spezielle Bauweise der Silent-Pro Supertube Fittings bewirkt, dass das Wasser auch ohne Gefälle über sechs Meter perfekt abfließt. „Das freut einerseits die Architekten, und andererseits die Ausführenden, denn sie kommen so mit den verschiedenen Leitungen an der Decke für Kühlung, Lüftung, Sprinkler, Abwasser und Dachentwässerung besser zurecht“, weiß Rudolf Stieber, technischer Berater von Geberit: Stieber, der als technischer Berater von Geberit der ausführenden Firma Heiz-Hofstätter beratend zur Seite steht.




