Save ist sicher
Im Wiener Wohnbauprojekt „Stadtregal“ kommt erstmals das innovative Urin-Trenn-WC Save von Laufen zum Einsatz. Es gilt als Meilenstein in der Kreislaufwirtschaft.
„Mit Save bringen wir nachhaltiges Abwassermanagement aus der Theorie in den Alltag.“ Christian Schäfer, Managing Director von Laufen Austria, freut sich, dass das innovative Urin-Trenn-WC Save erstmals im geförderten Wohnbau eingesetzt – konkret im Wohnbauprojekt „Stadtregal“ im dritten Wiener Gemeindebezirk. Schäfer: „Das Stadtregal beweist, dass unsere wegweisende Technologie funktioniert und dass Kreislaufwirtschaft im geförderten Wohnbau machbar ist und echte Wirkung entfalten kann.“
Lösung von Laufen
Klimawandel, steigende Energiekosten, Teuerung und Wohnungsknappheit stellen Städte vor enorme Herausforderungen. Wie also können urbane Lebensräume wachsen und dabei lebenswert bleiben? Diese Frage stellte man sich vor einiger Zeit bei Laufen. Die Antwort liegt in der intelligenten Nutzung von Ressourcen. Und genau hier setzt Laufen mit seinem innovativen Urin-Trenn-WC Save an.
Save wurde von Laufen gemeinsam mit Eoos Design und dem Wasserforschungsinstitut Eawag (ETH Zürich) entwickelt. Die Wurzeln von Save liegen in einem internationalen Forschungsprojekt, der „Reinvent the Toilet Challenge“ der Bill & Melinda Gates Foundation. Aus der dort entwickelten „Urinfalle“ entstand die heutige, patentierte WC-Lösung. „Im Stadtregal sehen wir nun, wie unsere Idee im Alltag wirkt und welche Potenziale noch vor uns liegen“, meint Lotte Kristoferitsch, Co-Geschäftsführerin von Eoos Next.
Das neue Wohnquartier Stadtregal befindet sich im „Village im Dritten“, das von der Arwag entwickelt wird. Es bietet mit 122 Wohnungen, Ateliers und Geschäftslokalen nicht nur Wohnraum, sondern auch ein Experimentierfeld für nachhaltige Gebäudetechnik. Begrünte Fassaden, Dachgärten, Geothermie und Photovoltaik sind Teil des Energiekonzepts – ergänzt durch Save als Pilot für urbane Kreislaufwirtschaft. Das Urin-Trenn-WC kommt dabei in knapp 40 Wohnungen zum Einsatz und ermöglicht erstmals einen großflächigen Praxistext im geförderten Wohnbau.
Die Technologie basiert auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Idee: Urin wird im WC-Becken über den physikalischen „Teekannen-Effekt“ in einen eigenen Ablauf getrennt. Feststoffe, Papier und Spülwasser gelangen weiterhin in die Kanalisation. Damit können wertvolle Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff am Entstehungsort gesammelt und wiederverwertet werden. Im Stadtregal wird der getrennt gesammelte Urin pasteurisiert und als Dünger für die Dach- und Fassadenbegrünung eingesetzt. So entsteht ein lokaler Kreislauf, der Transportemissionen vermeidet, das Mikroklima verbessert und Kläranlagen entlastet.
„Zirkuläre Haustechnikkonzepte wie das Urin-Trenn-WC sind ein Meilenstein auf dem Weg zu echter Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Sie machen sichtbar, wie Ressourcenschonung, Klimaschutz und Komfort im Alltag zusammenfinden können. Solche Innovationen schaffen Akzeptanz, zeigen den Nutzen für Bewohner*innen und geben Bauträgern Mut, neue Wege zu gehen“, ergänzt Susanne Formanek, Geschäftsführerin von Grünstattgrau.
Für Laufen ist der Einsatz im Stadtregal ein wichtiger Schritt, aber nicht das Ziel. „Wir sehen, dass es noch viele Schritte braucht, sowohl Forschung als auch politischen Willen. Das eine ist die Toilette, das andere die Verrohrung und das dritte, was man mit dem separierten Urin macht“, meint Laufen Austria-Chef Schäfer. „Aber mit Projekten wie dem Stadtregal ist ein wichtiger Innovationsprozess bereits angestoßen.“ Das Projekt zeigt aus Sicht von Laufen: „Urbane Kreislaufwirtschaft beginnt im Kleinen.“




