Meisterstück: Gut verborgen

Meisterstück
14.10.2020

 

Florian Schiestls Wandmöbel „Hidden Mess“ enthält ein vielschichtiges Innenleben. 

Meisterstück von Florian Schiestl: Wandmöbel "Hidden Mess"

Ordnung ist das halbe Leben. Doch meistens seien praktische Dinge nicht besonders schön anzusehen, schreibt Florian Schiestl in der Beschreibung zu seinem Meisterstück. Er hatte die Idee, einen Eyecatcher für den Eingangsbereich zu schaffen, der gleichzeitig mit seinen funktionalen Aspekten überzeugen sollte. Sein Möbel „Hidden Mess“ ist im Prinzip ein Hängeboard, dessen Innenleben von zwei winkelförmigen Schiebeelementen verdeckt wird. Im geschlossenen Zustand ist das Wandobjekt schlicht und unauffällig – für einen Kontrast sorgen die beiden unterschiedlich gestalteten Oberflächen der Winkelelemente. Das eine ist in Steinoptik („Rainforest Brown“) gehalten, das andere mit Nussholzfurnier belegt – „eine vielleicht etwas dramatische Kombination beider Materialien“, wie Schiestl schreibt. 

Je nachdem, auf welcher Seite die beiden auf Doppellaufschienen geführten und an den Endpositionen gedämpften Elemente positioniert werden, gibt das Möbel sein vielschichtiges Innenleben – und damit auch eine jeweils andere Optik – preis. 

Im linken Teil des Möbels sind zwei traditionell handgezinkte, klassisch geführte Schubladen untergebracht. Darüber befindet sich eine starre, offene Ablage mit Ledereinlage zur Ablage von Schlüsseln oder Kleingeld. Rechts daneben bleibt ein freier Stauraum, der nach vorne verblendet wird. Auf der rechten Seite findet sich oben eine durchgehende Ablage mit einer korpusbündigen Blende, die mit Nutlaufleiste geführt wie eine Lade he­rausgezogen wird. Darunter findet sich noch eine versteckte, horizontal geführte, versperrbare Lade. Dazu kommen noch weitere, offene Ablagebereiche sowie mittig eine mit Grifffräsung versehene Drehtür. (red/schiestl) 

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