Einfachere Kranbedienung

Kran
08.01.2018

Von: Redaktion Metall
Neue Seilwinkel-Funktionen von Konecranes vereinfachen Hubvorgänge.
Ein am Kran installierter Neigungsmesser (Inklinometer) misst den Seilwinkel oder den Neigungswinkel eines Objektes mit Bezug auf die Schwerlinie.
Haken- bzw. Schwerpunktzentrierung, Lastkollisionsschutz sowie manuelle Kranhakenführung als Zusatzfeatures für Standard-Krane.

Die Rope Angle Features von Konecranes liefern „handliche“ Lösungen für Kranbediener bei den täglichen Hubaufgaben, vom Lastkollisionsschutz über die automatische Hakenzentrierung bis zur Lastpendeldämpfung. Der Kranbediener kann den Lasthaken durch einfaches Ziehen in Position bringen und sowohl der Kran als auch das Hubwerk folgen. Ein am Kran installierter Neigungsmesser (Inklinometer) misst den Seilwinkel oder den Neigungswinkel eines Objektes mit Bezug auf die Schwerlinie. Das Hubwerk hebt die Last gerade nach oben und reduziert bzw. kontrolliert das Lastpendeln. Auch Lastkollisionen werden dadurch verhindert.

Das Paket der Rope Angel Features beinhaltet:

  • Eine Haken- bzw. Schwerpunktzentrierung, welche die Seitenzugkräfte während des Hubvorganges reduziert, indem sie die Brücke und die Laufkatze automatisch direkt über der Last positioniert.
  • Einen Lastkollisionsschutz, welcher alle Kranbewegungen stoppt, wenn der Haken, die Schlinge oder die Last von einem Objekt blockiert werden.
  • Eine manuelle Kranhakenführung, welche dem Kran durch einfaches Führen von Hand direkt über die Last bewegt.

Ein zusätzlicher Neigungsmesser für bestimmte Krane bringt außerdem:

  • Aktive Lastpendeldämpfung (Sway-Control), welche die Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen der Brücken- und Laufkatzen steuert sowie das Lastpendeln auf ein Minimum reduziert.
  • Eine Lastwendehilfe, basierend auf einer kontinuierlichen Messung des Seilwinkels, resultierend in einem einfacheren und weniger riskanten Lastwenden am Boden unter Verwendung eines Hubwerks.

Die Hauptidee – das Messen des Seilwinkels – mag simpel klingen, dennoch benötigte es viel Arbeit bevor eine praktische Lösung, welche die Kundenbedürfnisse befriedigt, gefunden war. „Neben der Messung des Winkels analysieren diese Features permanent die Befehle des Benützers, um die für die Situation richtigen zu aktivieren. Ist der Seilwinkel zu groß, weil die Last nicht zentriert ist, kann es zwei Gründe dafür geben: ist eine Hakenzentrierung nötig oder möchte der Benutzer, dass ihm der Kran zu einer anderen Position folgt?“ beschreibt Ari Lehtinen, Manager Automatisierung bei Konecranes, den Prozess.

Während die Features Haken- bzw. Schwerpunktzentrierung, Lastkollisionsschutz und manuelle Kranhakenführung als separates Zusatzfeature-Paket für Standard Krane verfügbar sind, verlangen die aktive Lastpendeldämpfung und die Lastwendehilfe eine erweiterte Kontrollierbarkeit des Kransteuersystems. Sie werden typischerweise bei SPS-gesteuerten „smarten“ Kranen verwendet.

„All diese Features basieren auf der Messung, wie weit sich der Haken im Vergleich zur Laufkatze bewegt. Die Herausforderung lag bei der Voreinstellung der Sensoren, der Kalibrierung und beim Handling von besonderen Situationen. Alles muss penibel dokumentiert werden um sicherzustellen, dass alle Sensoren und Features einwandfrei arbeiten“, erklärt Lehtinen.

Die neuen, futuristisch anmutenden Smart Features sind bereits im Einsatz. Sie helfen Bedienern effizienter zu arbeiten, indem sie schnellere Lastzyklen und sichereren Betrieb ermöglichen und Lasten vor Lastkollision und Lastpendeln bewahren. „Unsere Kunden waren begeistert diese alltäglichen Hubherausforderungen mit einer so simpel und einfach zu installierenden Anwendung lösen zu können“, freut sich Konecranes Produktmanager Tuomas Rekola.

3 Vorteile der Rope Angle Features:

  1. Minimiertes Risiko einer Beschädigung der Last, des Krans und der Betriebsumgebung.
  2. Schnelleres Lasthandling und präzisere Positionierung reduzieren Lastzykluszeiten.
  3. Längere Kranlebensdauer und einfachere Kranbedienung.

Quelle: Konecranes

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